Mit herzlichen Worten, Geschenken und vielen Erinnerungen überraschten die Schützen der „Heimatfreunde Mooslohe“ ihr Ehrenmitglied Erich Mösch zu dessen 90. Geburtstag. Schützenmeister Hans Bergler besuchte mit seiner Stellvertreterin Helga Uschold und Ehrenmitglied Helmut Retzer den Jubilar in Neunkirchen und überbrachte Glückwünsche, ein Weingeschenk sowie ein kunstvoll gefertigtes Modell mit der Zahl 90.
Bergler hob die enge Verbundenheit hervor: „Erich Mösch prägte über Jahrzehnte unser Vereinsleben, ob als aktiver Schütze oder als treues Mitglied seit 1957.“ Gleichzeitig erinnerte er an eigene Erlebnisse, etwa an seine Schützenkönigszeit 2009 und die gemeinsamen Jahre in der ersten Luftgewehrmannschaft.
Auch die private Lebensgeschichte des Jubilars ist eng mit dem Verein verknüpft. Dort lernten sich Erich und seine Ehefrau Gretl kennen und lieben. 1958 gaben sie sich das Jawort – verbunden mit einer außergewöhnlichen Schützenhochzeit. Schon ein Jahr zuvor hatte Gretl als Fahnenbraut beim Jubiläum der Fahnenweihe eine besondere Rolle übernommen. Heute blickt das Paar auf 68 Ehejahre zurück.
Hochzeit feierten sie damals in der St.-Elisabeth-Kirche, Pfarrer Josef Eckl traute die beiden. Zunächst bezogen sie eine Eigentumswohnung. Parallel wuchs die Familie mit den Kindern Gabi, Andrea und Jürgen. 1977 erfüllte sich das Paar den Traum vom eigenen Haus in Neunkirchen. Zwei Enkelkinder besuchen nun dort regelmäßig ihre Großeltern.
Der gebürtige Weidener wuchs in einem Haus an der Christian-Seltmann-Straße auf und besuchte die Max-Reger-Schule. Beruflich begann er als Porzellanmaler bei Seltmann, wo Talent und künstlerisches Geschick gefragt waren. Später wechselte er zur Post und sorgte im Beamtenverhältnis für die finanzielle Sicherheit seiner Familie. Als Zusteller übernahm er viele Aufgaben, vom Sortieren der Sendungen, Befördern von Paketen bis hin zum Kassieren von Nachnahmepaketen oder Auszahlung von Renten.
Bis ins hohe Alter blieb Mösch der Kunst treu. Seine Wohnung zeugt noch heute von seiner Leidenschaft für Öl- und Aquarellmalerei. Auch sportlich war er aktiv, zog mit Nordic-Walking-Stöcken durch die Gegend. Heute ist er gesundheitlich eingeschränkt, doch dankbar für die Unterstützung seiner Frau und der Familie, insbesondere von Tochter Gabi, sie wohnt in der Nordoberpfalz.
Sichtlich bewegt war der Jubilar angesichts der Aufmerksamkeit: „Ich will mich ja an dieses Fest noch lange erinnern und hoffe, dass es auch meinen Gästen in guter Erinnerung bleibt.“ Am Wochenende setzt sich die Feier im Kreis der Familie fort.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.