02.12.2020 - 15:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidener Realschulen: Verwaltung empfiehlt Neubau

Fest steht, dass 2021 das Projekt um die Scholl-Realschulen startet. Aber noch nicht, worum es sich genau handelt: einen Neubau oder eine Generalsanierung? Die Stadtverwaltung vergleicht beide Varianten.

Die Hans- und Sophie-Scholl-Realschulen sollen hier weichen und unweit entfernt neu entstehen. Das empfiehlt die Stadtverwaltung.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Nach einigem Hin und Her sind die Mittel dann doch im Haushalt 2021 der Stadt eingestellt: 2,8 Millionen Euro für den Start des Projekts "Neue Realschule". Wie genau dieses aber aussehen wird, ist noch unklar. Wird es eine Generalsanierung? Oder doch ein Neubau? Das Architekturbüro Obel-Architekten (Donauwörth) hat beide Varianten geprüft und verglichen. Über die Ergebnisse diskutiert diesen Donnerstag der Bauausschuss in der Max-Reger-Halle. Die Stadtverwaltung gibt eine Empfehlung ab – für einen Neubau am alten Standort. Der Vorlagebericht schildert die beiden Möglichkeiten folgendermaßen:

Variante 1: Generalsanierung, Umbau und Ersatzneubau

Der Mitteltrakt der Realschulen wird abgebrochen. Er weicht einem Neubauteil mit Verbindungsgängen und Treppenhäusern. Der neue Gebäudeteil ist dreigeschossig. Die vorhandenen Klassentrakte werden entkernt und generalsaniert. Der Hauptzugang erfolgt über eine Treppen- und Rampenanlage von der Kurt-Schuhmacher-Allee aus. Ein weiterer Freibereich entsteht im Süden des Areals.

Zeitlicher Ablauf: Herstellen von Ersatztreppentürmen und technischen Provisorien für die Klassenzimmertrakte – Auslagerung Mitteltrakt – Abbruch zweigeschossiger Mitteltrakt mit Unterkellerung – Neubau Mitteltrakt – Auslagerung Klassentrakt Ost (Sophie-Scholl-Realschule) – Generalsanierung/Umbau Klassentrakt Ost – Auslagerung Klassentrakt West (Hans-Scholl-Realschule) – Generalsanierung/Umbau Klassentrakt West – Außenanlagen.

Gesamtbaukosten: 62,43 Millionen Euro. Gesamtbauzeit: 7 Jahre.

Variante 2: Neubau

In unmittelbarer Nähe zu den Sportstätten entsteht ein dreigeschossiger, kompakter Bau mit Teilunterkellerung. Die Haupterschließung erfolgt im Osten des Gebäudes über eine Verbindungsachse zwischen Kurt-Schumacher-Allee und Weigelstraße. Der umzäunte Pausenhof für beide Schulen ist auf der Westseite des Gebäudes geplant. Integriert ist ein Multifunktionsspielfeld, das auch für die Ganztagsbetreuung genutzt werden kann.

Zeitlicher Ablauf: Auslagerung Klassentrakt Ost (Sophie Scholl) – Abbruch Trakt Ost – Neuerrichtung Schulgebäude – Abbruch zweigeschossiger Mitteltrakt mit Keller und Westtrakt – Außenanlagen.

Gesamtbaukosten: 56,9 Millionen Euro. Gesamtbauzeit: 4 Jahre.

Empfehlung der Stadtverwaltung: Die Experten im Rathaus würden sich für einen Neubau entscheiden – unter anderem wegen der geringeren Kosten und Bauzeit. Die Schulen seien durch Dauer und Provisorien weit weniger belastet. Die kompaktere Gebäudeform ermögliche einen optimalen Energiehaushalt. Zudem bestehe die "einmalige Gelegenheit, durch die wirtschaftliche Anordnung (...) ein innerstädtisches Grundstück mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen".

Hintergrund:

Darüber diskutiert der Bauausschuss noch

Die öffentliche Sitzung des Bauausschusses beginnt diesen Donnerstag um 14.30 Uhr in der Max-Reger-Halle. Ferner unter anderem auf der Tagesordnung: Neue Skate-Anlage fürs Jugendzentrum, Generalsanierung Kepler-Gymnasium, Initiative „Stadtgrün fördern“, Wohnmobilstellplatz jenseits des Stadtbad-Wehrs, aktueller Stand der Hochwasserschutzprojekte, Fuß- und Radwegbrücke am Schirmitzer Weg.

Doch noch grünes Licht für die Realschulen

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