10.07.2020 - 08:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidener Seniorenbeirat lässt noch auf sich warten

Die Satzung für den Seniorenbeirat steht. Sie muss aber noch vom Stadtrat gebilligt werden. Deshalb dürften bis zur Einrichtung des Gremiums noch einige Monate ins Land ziehen.

Fitte Senioren, die sich des Lebens freuen: Bürger ab 60 Jahren sollen künftig im Seniorenbeirat der Stadt Weiden die Marschrichtung mitbestimmen können. Gegründet wird das Gremium aber vermutlich erst im Herbst.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Bereits zum 1. Mai hat Alfons Heidingsfelder das Amt des Seniorenbeauftragten der Stadt Weiden niedergelegt. In Zukunft soll ein Seniorenbeirat dieses Themenfeld beackern. Bürger und Bürgerinnen ab 60 Jahren können sich hier aktiv einbringen. Der Ausschuss für Jugendhilfe und soziale Fragen hat die vom Arbeitskreis "Seniorenpolitisches Gesamtkonzept" und der Verwaltung ausgearbeitete Satzung in seiner jüngsten Sitzung gebilligt. Bevor sich Interessenten melden können, muss aber der Stadtrat noch sein Placet geben. Auch die geplante Satzungsänderung für das Kinderhaus Tohuwabohu muss der Stadtrat noch absegnen.

Auf Anregung von Stadträtin Stefanie Sperrer (CSU) wurde die Satzungsvorlage für den Seniorenbeirat leicht abgeändert. Ursprünglich war vorgesehen, dass jede Stadtratsfraktion jeweils mit einem stimmberechtigten Mitglied vertreten ist. Angesichts der teilweise recht kleinen Fraktionen im Stadtrat, deren Kapazität damit vielleicht überfordert sei, sollte dies auf Freiwilligkeit beruhen, regte Sperrer an. Der Passus wurde daraufhin folgendermaßen abgeändert: Jede Stadtratsfraktion soll einen Vertreter in den Seniorenbeirat entsenden, "sofern dies erwünscht ist". Die Bestellung der Mitglieder dürfte voraussichtlich in der Stadtratssitzung am 5. Oktober erfolgen.

Dank an Heidingsfelder

Oberbürgermeister Jens Meyer, die Stadträte Florian Graf (SPD) und Stefanie Sperrer (CSU) sowie Ursula Barrois ("Initiative") nutzten die Sitzung in der Max-Reger-Halle, um Alfons Heidingsfelder für sein zwölfjähriges Engagement als Seniorenbeauftragter zu danken. "Sie haben dieses Ehrenamt mit ungeheurer Leidenschaft, Engagement und Herzblut ausgefüllt", betonte Meyer. Die geplante Abschiedsfeier sei Corona zum Opfer gefallen, "wird aber gebührend nachgeholt".

Weiden in der Oberpfalz

Nicht verabschiedet, sondern als neue Mitglieder des Ausschusses begrüßt wurden in der Sitzung die Stadträte Maria Sponsel (CSU), Laura Weber ("Grün.Bunt.Weiden) und Jürgen Meyer (Bürgerliste) sowie Tina Faltenbacher (gfi), Michael Trummer (Amt für soziale Dienste) sowie Richter Wolfgang Höreth, der die Nachfolge von Otmar Schmied antritt.

Masernimpfung ist Pflicht

Einstimmig gebilligt wurde die geplante Satzungsänderung über den Besuch des Kinderhauses Tohuwabohu. Sie musste unter anderem wegen des neuen Gesetzes für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention angepasst werden.

Stadträtin Laura Weber fragte in diesem Zusammenhang an, ob es bereits einen Einfach-Impfstoff gegen Masern gibt, weil manche Eltern mit dem bisherigen 3-fach- oder 4-fach-Impfstoff nicht einverstanden seien. "Ob ein 2-fach- oder 4-fach-Impfstoff existiert, darauf haben wir keinen Einfluss", erklärte Sozialdezernent Wolfgang Hohlmeier dazu. "Wir müssen laut Gesetz auf die Masernschutzimpfung bestehen."

Geplante Struktur des Seniorenbeirats::

Stimmrecht für bis zu zehn Bürger

Weitere stimmberechtigte Mitglieder des Seniorenbeirats sind neben den Vertretern der Fraktionen der Oberbürgermeister der Stadt Weiden oder ein Stellvertreter, zwei Vertreter der Altenhilfe und bis zu zehn Bürgerinnen und Bürger der Stadt ab einem Alter von 60 Jahren.

Als beratende Mitglieder sind der Sozialdezernent, die Leiterin des Maria-Seltmann-Hauses, Vertreter von Krankenkassen und dem Gesundheitsamt vorgesehen.

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