Das Weidener Sinfonieorchester beglückte das Publikum am Sonntagnachmittag beim Sinfoniekonzert in der Max-Reger-Halle mit Stücken berühmter Komponisten. Das Konzert begann mit der "Prometheus Ouvertüre" aus der Feder Ludwig van Beethovens. Bei der "Violinromanze F-Dur" handelte es sich im Anschluss um eine der berühmtesten Melodien, die der Bonner Komponist je geschrieben hat. Die Romanze erlaubte der koreanischen Geigerin Soojung Cho, aus der feinen Schattierung einer Konzertmeisterin zur Solo-Virtuosin aufzusteigen.
Das Ensemble tendiert freilich mehr zu ernster Musik mit all ihren Ansprüchen auf Stilisierung und Rhythmik. Dabei verschließt sich der Klangkörper aber nicht auch den Einflüssen unterschiedlichster Klangskizzen. So zum Beispiel solcher, die weit in die Zeit der frühen 1970er Jahre zurückreichen. In seiner Orchestersuite "Pictures From The Past" zeichnete Dieter Müller populäre Melodien aus jener Zeit nach, die er in seiner Tonwerkstatt allerdings mit klassischen Elementen konfrontierte, um ihnen die ursprüngliche Unbefangenheit zu nehmen. Das Werk war eine Interpretation zeitgenössischer Kompositionen auf hohem Niveau.
Das Weidener Musikleben blüht. Vor allem im klassischen Sinne. Längst hat sich auch das Weidener Sinfonieorchester einen Namen gemacht. Das Programm kombinierte Beethovens bezauberndes Violinstück mit Franz Schuberts teils dramatischer, teils lyrischer Bühnenmusik "Rosamunde" aus dem Jahr 1823 und der französischen Gefühlswelt eines Camille Saint-Saëns. Von ihm stammte die "Suite pour Orchestre op. 49", eine Rarität. Denn das Werk unterscheidet sich in Stil und Inhalt von seinen übrigen Orchesterwerken, deren Instrumentationen gelegentlich von eigenartigen, fast experimentellen Klangbildern gekennzeichnet sind.














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