24.02.2020 - 11:05 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidener SPD verleiht Sozialpreis an die Evangelische Jugend

Seit 40 Jahren gibt es die Zeltlager auf Dekanatsebene in Plößberg. Tausende von Kindern haben dieses Freizeitangebot schon genutzt. Jetzt ehrt die SPD die Evangelische Jugend im Dekanat mit dem Sozialpreis.

Der Sozialpreis der SPD geht heuer an die Evangelische Dekanatsjugend.
von Helmut KunzProfil

Der SPD-Sozialpreis geht in diesem Jahr an die Evangelische Jugend im Dekanat Weiden für ihr ehrenamtliches, bürgerschaftliches Engagement im Bereich der Jugendarbeit. Im Speziellen würdigen die Genossen die Ausrichtung der Kinder- und Jugendzeltlager in Plößberg, die sich an die Altersgruppe der 7- bis 11-Jährigen und der 12- bis 15-Jährigen richten. Initiator des Preises ist Stadtrat Matthias Loew. Die Preisverleihung erfolgte im Cafè Mitte.

"Wir haben uns im Stadtverband wirklich Gedanken gemacht", sagte Vorsitzende Sabine Zeidler. Auf Loews Initiative hin zeichnet die SPD seit 2008 Projekte und Aktionen aus. Unter anderem ging die Urkunde bisher an das Magische Projekt, Adventslicht, Dornrose, Hoffnung für Menschen und Familiennothilfe Sri Lanka. Ausgezeichnet wurden aber auch Flüchtlingsarbeit, eine Patientenbesuchsgruppe und sportliche Aktivitäten.

Seit dem Erwerb des Platzes durch den Förderverein Zeltlager Plößberg im Jahr 2000 seien die dort bestehenden Gebäude und Installationen in die Jahre gekommen. Mit großem Engagement würden in mehreren Bauabschnitten Neuerungen und Ersatzbauten in Angriff genommen. Dekanatsjugendpfleger Thomas Vitzthum und der Vorsitzende der Evangelischen Dekanatsjugend, Timmy Joe Schlesinger, bezifferten den Aufwand mit 500 000 Euro. Mit der Aktion „Goldener Kochlöffel“ versuche man, Spenden aufzutreiben.

Vitzthum beleuchtete die Geschichte des Zeltplatzes. 1979 habe es ein erstes Zeltlager auf Dekanatsebene in Plößberg gegeben. „Heuer feiern wir 40-jähriges Bestehen und 20 Jahre, die uns der Platz gehört.“ Das Fest finde vom 3. bis 4. September statt. Für einen Apfel und ein Ei habe man den Zeltplatz damals der Evangelischen Landeskirche Berlin abgekauft.

Bürgermeister Jens Meyer würdigte den Preisträger. „Wir legen hohe Maßstäbe an, was die Preisverleihung betrifft.“ Ausgezeichnet würden nicht nur Engagement, sondern vor allem auch Nachhaltigkeit. Und davon könne man hier sprechen. Schon seine Mutter habe die ersten sechs Plößberger Zeltlager mitgeleitet. Heute würden seine Kinder dort campieren.

Meyer erinnerte an den Berliner Dekanatsjugendpfleger Heinz Zimmermann, der die ersten Zeltlager für Berliner Kinder in der Oberpfalz ermöglicht habe. „Sie haben Frösche und Kreuzottern mit nach Berlin genommen.“ Was heute nicht mehr möglich sei: „Der Platz wurde inzwischen trockengelegt.“

Der Weidener Jugendpfarrer Manfred Kretschmann sei es schließlich gewesen, der den Platz auch für das Dekanat Weiden erschlossen habe. Die Urkunde solle eine Motivation dafür sein, diese Aufgabe weiterzuführen. Seit Jahrzehnten gelinge es der Evangelischen Dekanatsjugend, jungen Menschen christliche Werte zu vermitteln - heute gebe es noch Morgen- und Abendandachten - sie zu beherbergen und in Gemeinschaft zu leben. Sie lernten auch, einfach nur "einen Spüllappen in die Hand zu nehmen."

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