09.02.2020 - 16:11 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidener Trachtennacht erinnert an Café Dostler

Drei Parteien, zwei Faschingsgesellschaften und ein ehemaliger Prinz: Das sind die erfolgreichen Zutaten für die erste Weidener Trachtennacht. Es ist eine Neuauflage des legendären Weißwurst-Essens im Café Dostler.

von Helmut KunzProfil

Die Garde der Weidener Narrhalla verwandelte den Ballsaal am Freitagabend bisweilen in ein "Funhouse". Die aus der Landeshauptstadt angereisten Münchner Narren-Kollegen setzten mit einer "Wiener Melange" aus beeindruckenden Choreografien, lustigen Figuren und mitreißender Musik noch einen drauf. Schon draußen im Foyer ließ eine bunte Schoko-, Lebkuchenherzen- und Zuckerbäcker-Kulisse die Herzen der Gäste höher schlagen.

Hinter all dem steckte Bernd Dostler, der sich 2003 an der Isar als "Faschingsprinz der Herzen" feiern ließ. Der damalige "Prinz Bernie I." hatte die Idee zur ersten Weidener Trachtennacht. Der Dresscode Tracht oder Abendgarderobe sollte an die legendären Weißwurstessen im Café Dostler erinnern. "Wir Kinder mussten immer mitarbeiten. Karl-Heinz stand an der Bar, ich an der Türe. Der Lorenz war der Musiker. Mutter und Vater haben Bier ausg'schenkt und d'Würstln g'macht", erinnerte sich Dostler an die legendäre Feten im familieneigenen Café.

Gar nicht weit weg vom Originalplatz wurden jetzt weder Mühen noch Kosten gescheut. "Ich bin der Café-Dostler-Sohn und Weiden liegt mir am Herzen", erklärte er. Den Ball habe er zu Ehren seines Vaters Bernd Dostler senior organisiert. "Hier geht's um Gaudi, Freundschaft und Zusammenhalt, wie's das nur in Weiden gibt. Nicht mal in München."

Sein Herz hänge längst noch an der guten, alten Zeit im Café Dostler, das dem NOC habe weichen müssen. "Mein Vater wollte nicht nachgeben. Ich habe ihn überredet", erinnert er sich. Warum? "Weil das NOC Weiden gut tut."

Auf der Bühne stand die hochkarätige Stimmungsband "Schwarzfischer" aus dem "Schottenhammel-Zelt" auf dem Münchner Oktoberfest. Bei so viel Remmidemmi und schönen Madeln fühlte sich natürlich auch die örtliche Politik pudelwohl. Benjamin Zeitler spendierte einigen Lederhosen-Kerlen Eierlikörrunden. Unter den Gästen: Stadträte und Kandidaten aus den Lagern von Bürgerliste, Christsozialen und Sozialdemokraten. Wenige Meter neben dem ehemaligen Café tanzten am Freitag das Münchner Prinzenpaar Moritz I. und Desiree I. und unter dem wachsamen Auge ihres Präsidenten Christian Würdinger, die Weidener Tollitäten Sandra I. und Bernd I.

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