"Danke, Dieter", stand auf dem gerahmten Bild und dazu die Zahlen 1989 bis 2019. Gemeint war leitender Verbandsarzt Dr. Dieter Heinold, gebürtiger Weidender, der nach 30 Jahren die Tätigkeit beim Deutschen Volleyballverband (DVV) für den Bereich Hallenmannschaften (männlich) der Nationalmannschaft beendete. Der Anlass der Übergabe war die Verabschiedung bei der Volleyball-Nations League in Leipzig, an der die deutsche Mannschaft teilnahm und schließlich gegen Weltmeister Polen mit 1:3 Sätzen unterlag. Die Arbeit als DVV-Verbandsarzt war ehrenamtlich.
Von Leipzig nutzte der 64-Jährige den Abstecher nach Weiden in die Heimatstadt, wo sein Vater Kurt wohnt, um ihn einen Besuch abzustatten. Nach dem Abitur am Weidener Kepler-Gymnasium studierte Heinold in Regensburg und Erlangen und ist Arzt für Orthopädie, Sportmedizin, physikalische und rehabilitative Medizin. "Ich habe alle Kontinente außer Australien mit der Nationalmannschaft bereist", resümiert der Sportmediziner zufrieden. Besonders die Behandlung im Volleyballsport belasteten Körperteile wie Finger, Schulter, Knie- und Sprunggelenke gehörten zu den Hauptaufgaben des Mediziners.
Der Lebensmittelpunkt ist seit 1990 Freiburg im Breisgau, wo er in Familie drei Kinder großzog. Zu den herausragenden Ereignissen gehörte die Olympiade 2008 in Peking, wo große Sicherheitsvorkehrung im kommunistischen Stil vorherrschten und die Volleyball-WM in Japan, als Gänsehautmomente am Mahnmal des Atombombenabwurfs von Hiroshima in Erinnerung blieben.
Der Weidener schrieb in jungen Jahren als Leichtathlet im Zehnkampf Geschichte mit Oberpfalz-, Bayerischen und Süddeutschen Meisterschaften beim TB Weiden, dem er seit 60 Jahren angehört. Im Volleyball gelang der Aufstieg bis in die dritthöchste deutsche Spielklasse zusammen mit Bruder Rainer in der TB-Mannschaft. Als Sportler ist er heute noch als Fünfkämpfer bei den Senioren aktiv und errang dort vor Jahren die Deutsche Meisterschaft. Beruflich widmet er sich mit weiteren Kollegen im Medizinischen Versorgungszentrum in Freiburg mit sechs weiteren Verbandsärzten und 35 Mitarbeitern für den Deutschen Olympischen Sportbund dem Wohl der Spitzensportler in der Nachfolgepraxis des Dopingspezialisten Prof. Armin Klümper mit Erblasten, die abgearbeitet werden.














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