In Zeiten des stetigen Wandels sollen Senioren nicht den Bezug zu ihrer Heimatstadt verlieren. Aus diesem Grund organisiert der Weidener Seniorenbeauftragte Alfons Heidingsfelder einmal im Jahr eine Fahrt an einen für die Stadt markanten Ort. Das Besondere: Oberbürgermeister Kurt Seggewiß leitet den Ausflug. Dieses Jahr war das Schätzlerbad das Ziel. Heidingsfelder: "Wir suchen Orte aus, die die Leute kennen." Interessant sei, was hinter den Kulissen passiere. "Deswegen schauen wir uns heute auch die technischen Anlagen, sozusagen das Herzstück des Freibads, an."
Themen auf dem Weg
Los ging es an der Bushaltestelle vor dem Neuen Rathaus. Im Vorbeifahren kommentierte Seggewiß die Entwicklungen in der Stadt. Zum Umbau der Sedanstraße sagte er: "Das Konzept, das wir uns überlegt haben, funktioniert auch in größeren Städten. Also wird es hier auch gehen." Die Kritik an der Veränderung überrasche ihn nicht. "Da gibt es doch immer eine ewige Diskussion. Beim Adolf-Kopling-Platz hieß es damals, das würde ein ,Tal des Todes'. Und? Passiert ist gar nichts." Zudem bemerkte er, dass das NOC pünktlich zum 26. September öffnen würde und kam kurz auf das "Ärgernis Josefshaus" zu sprechen. "Ich hoffe wirklich, dass der Investor hier mal was unternimmt, außer einen Wohnblock mit 17 Stockwerken zu planen."
Angekommen im Schätzlerbad führte Bäderleiter und zweiter Vorsitzender des Weidener Schwimmvereins Klaus Kunz die 57 Senioren rund eine Stunde über das Gelände. Das Freibad, so Kunz, sei fast vollständig barrierefrei. "Das Sportbecken bekommt demnächst eine Behindertentreppe", erklärte er. Weil sowieso eine Sanierung der Überlaufköpfe anstehe, werde das Becken zugleich um einen Einstieg für Menschen mit Behinderung erweitert. "Rollstuhlfahrer oder Menschen mit einer Gehbehinderung können durch das Tor zum Campingplatz direkt bis zu den Umkleiden fahren." Das sei nicht überall üblich. "Ein Rollstuhlfahrer aus dem Kreis Tirschenreuth fährt regelmäßig bis hierher, weil es das sonst nirgends gibt."
Veränderungen zeigen
Nach eigenen Angaben nutzt der Oberbürgermeister auf den Fahrten die Gelegenheit, selbst mit den Menschen ins Gespräch zu kommen: "Das ist natürlich sehr wichtig. Wir werden alle älter. Die Aufgabe der Politik ist es da, die Stadt attraktiver zu machen und ein Angebot zu schaffen." Mit seinen Ausflügen erfülle Seniorenbeauftragter Heidingsfelder eine wichtige Aufgabe. Seggewiß: "Viele Senioren kennen ihre eigene Stadt nicht mehr. Vieles verändert sich, gleichzeitig wird im Alter der Radius enger." Auf den Fahrten bestehe die Möglichkeit, den Teilnehmern den Wandel der Stadt zu erläutern. So zeigte Kunz ihnen beispielsweise die neuen Rutschen im Bad.













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