13.03.2020 - 11:17 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidens Partnerstadt Macerata steht Schlange

Das Bild ist symptomatisch und hoffentlich kein Blick in die nahe deutsche Zukunft: Vor den Apotheken der italienischen Partnerstadt Macerata bilden sich Schlangen.

Die Bürger von Macerata brauchen zurzeit Nerven. Zwar haben sie dank landesweitem Ausgehverbot Zeit, vor Apotheken, die so ziemlich als einzige Geschäfte geöffnet haben, ist trotzdem Geduld gefragt.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Menschen mit und ohne Mundschutz versorgen sich mit dem Nötigsten. Es sind die einzigen Ansammlungen von Bürgern, die dieser Tage im Stadtbild zu sehen sind.

Mehr ist nicht erlaubt, seit die Regierung am Mittwoch eine landesweite Ausgangssperre verhängt hat, um die Coronakrise in den Griff zu kriegen. Die drastische Maßnahme wird auch streng kontrolliert. Nur wer nachweisen kann, dass er zum Arzt, in die Apotheke oder zum Lebensmittelgeschäft geht, hat zurzeit das Recht, auf der Straße zu sein.

Dazu muss man sich ein Formular aus dem Internet runterladen und ausfüllen, bevor man das Haus verlässt. Damit ermächtigt sich jeder selbst, die Ausgangssperre kurzfristig aufzuheben.

Wer erwischt wird, dass er ohne dieses Formular unterwegs ist, oder sich in einem Stadtteil oder einer Straße aufhält, die entfernt von der angegebenen Apotheke oder dem Lebensmittelmarkt liegt, riskiert empfindliche Strafen zwischen 206 Euro und fünf Monaten Gefängnis.

In der Provinz Macerata mussten bereits einige am ersten Tag, an dem das Dekret "Ich bleibe zu Hause" in Kraft trat, zahlen. Ausnahmen gelten für Hundehalter. Wer allerdings mit mehrstündigen Gassitouren auffällt, bekommt ebenfalls Ärger, kündigt die Regierung an.

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