07.12.2018 - 19:29 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weihnachtszauber: Advent im Nikolaushaus mit Buden, Engeln und Eisbären

Draußen in der Schustermooslohe staunen die Leute wegen der vielen Lichter an Haus und Garten. Aber auch innen gibt es bei Iva und Bernhard im Nikolaushaus viel zu sehen.

von Uwe Ibl Kontakt Profil

„Rocky“ scheint die Weihnachtsdeko nicht zu beeindrucken. Der Zwergspitz läuft zwischen den Besuchern in der Schustermooslohe 11 herum. Den meisten Gästen bleibt ein Detail verborgen, dass er ständig im Blick hat: die gestrickten und gefilzten Schuhe für den Esstisch. „Ich bin so aufgedreht, so kribbelig, wenn es los geht. Für mich könnte das ganze Jahr Weihnachten sein,“ schwärmt Iva über ihre große Winterdeko-Leidenschaft.

Mit einer Häuserfassade von „Neckermann“ hat das Weihnachtsfieber vor einem Vierteljahr angefangen. Die Beleuchtung war damals etwas ganz ungewöhnliches. Iva weiß von fast all ihren Karussells, Eisenbahnen, Riesenrädern, Engeln, Weihnachtsmännern, Eislaufszenen und Miniaturbuden, wo sie herkommen.

„Die orientalische Goldecke überm Sofa haben wir in Italien gekauft – im Hochsommer.“ Seit zehn bis zwölf Jahren gibt es in Bibione ein Geschäft für Weihnachtsartikel, das das ganze Jahr über geöffnet hat. Iva: „Die habe viel Kruschzeug, aber ein paar Sachen, die muss ich einfach haben.“ Im Urlaub sind die Harrers Campers. Ihre Passion lässt sie aber auch da nicht los. „Den großen Angelo hatten wir bei 38 Grad im Vorzelt auf dem Tisch stehen.“ Schon beim Einkauf weiß Iva, wo die Dinge später im Haus ihren Platz finden werden. „Es gibt auch Figuren, die uns jemand mitbringt“, zeigt sie auf einen Eisbären mit Engelsflügeln. „Ich bin fasziniert, dass sich die Leute zu Hause für uns Gedanken machen.“

„Die Stimmung im Haus verändert auch die der Gäste“, beobachtet die Versandmitarbeiterin eines großen Fotogeschäfts. Trotz des Hochbetriebs akzeptiert ihr Chef, dass sie ein paar Tage frei bekommt.“ Die braucht sie auch, um vor dem ersten Advent in einer Woche in und um das Haus Weihnachten einzufangen. Zur Besichtigung des Weihnachtshauses laufen die ehemaligen Nachbarn aus der Seilerstraße im Fackelzug.

„Jeder, der kommt, lächelt. Das ist die Mühe wert“, freut sich Iva. „Wenn die Leute bei uns zusammenstehen, ist das für mich Weihnachten.“ Ein Freund, der schon im vergangenen Jahr zur Gitarre sang, hat angefragt, ob er an den Sonntagen wieder kommen dürfe. „Natürlich gern.“

Eine Oma, deren Enkel in Australien aufwächst, war mit ihm in der Schustermooslohe zu Gast. Warum? Sie wollte, dass der Kleine sagen kann: „Ich war mit dem Oma beim Christkind“ Wenn die bis zu 30, 40 Gäste sich im Haus vom Weihnachtszauber einfangen lassen, ist Iva die, die mit ihnen redet. „Bernhard ist meine Stütze, macht Kaffee und hilft, wo es geht.“ Ein Mann kam immer mit dem Taxi vorbei, sogar noch mit 95 Jahren. Iva macht das froh. „So eine Weihnachtsdeko geht nur, wenn du glücklich bist, sonst ist der Glanz nicht da.“

Offenes Weihnachtshaus:

An jedem Adventssonntag sowie am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag freuen sich Iva und Bernhard Harrer auf Besucher an und in ihrem Haus. Die Lichter, Spieluhren und beweglichen Motive verbreiten an diesen Tagen von 17 bis 21 Uhr Weihnachtsatmosphäre. An den beiden Feiertagen hat der Weihnachtsmann sein kommen angesagt. Er will im Schlitten auf der Terrasse sitzen und Geschenke an die Kinder verteilen. Für Glühwein und Lebkuchen steht ein Spendenschwein mit Weihnachtsmütze bereit. (ui)

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