01.06.2018 - 17:17 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

West III jetzt ausverkauft

Für alle Beteiligten ist es eine Erfolgsgeschichte. Die Firma BAM kaufte das letzte Grundstück im Industriegebiet West III. Der Bedarf für neue Industrieflächen in Weiden wird damit noch dringlicher.

BAM.Geschäftsführer Marco Bauer (links) unterzeichnet den Grundstückskaufvertrag. Vorher hatte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß unterschrieben.
von Siegfried BühnerProfil

„Es war eine bewusste Entscheidung für die Stadt Weiden“, sagte Geschäftsführer Marco Bauer von der BAM Maschinenbau GmbH bei der notariellen Beurkundung des Kaufvertrags. Rund 17200 Quadratmeter Industriefläche wechselten aus dem Eigentum der Stadt Weiden ins Firmenvermögen. Auf dem letzten noch verfügbaren größeren Grundstück im Industriegebiet West III wird demnächst in zwei Ausbaustufen ein am Ende 10000 Quadratmeter großes Industriegebäude errichtet. Im Jahr 2022 soll alles abgeschlossen sein. Das Grundstück liegt in der Nähe der Philatelie an der Franz-Zebisch-Straße, Ecke Hutschenreutherstraße. Bei der Vertragsunterzeichnung zeigten sich alle Partner sehr zufrieden. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß freute sich, „dass sich ein erfolgreicher Betrieb, der erweitern möchte, nach Weiden zurückgekehrt ist und sich langfristig an Weiden bindet“. Für BAM-Geschäftsführer Bauer ist es „endlich eine dauerhafte Standortlösung“. Erst im November vergangenen Jahres war die BAM aus Altenstadt kommend in die Räume der ehemaligen Batteriefabrik Sonnenschein eingezogen. Bauer bedankte sich ausdrücklich bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Weiden für die „kompetente unbürokratische Unterstützung“. Die frühere Wirtschaftsförderin Cornelia Fehlner habe den Grundstücksverkauf vorbereitet, der dann von ihrem Nachfolger Nicolas Lahovnik abgeschlossen wurde, erläuterte dazu der Oberbürgermeister. Erfreut war auch Notar Thomas Schiffner, „weil es nicht selbstverständlich ist, dass der Oberbürgermeister zu einer Beurkundung ins Notariat kommt“. Aber schließlich handle es sich um einen „großen Vorgang“ betonte der Notar. Die Einzelheiten dieses „Vorgangs“ beschrieb dann der neue Eigentümer, ohne den Kaufpreis zu erwähnen. „Alle Betriebsteile brauchen mehr Fläche, denn wir sind ein schnell wachsendes Unternehmen." Präzisionsfertigung, Sondermaschinenbau und Softwareentwicklung bilden die drei Geschäftsbereiche. Gegründet wurde BAM im Jahre 2011 nach dem Erwerb der cnc-produkte.de GmbH mit 8 Mitarbeitern. Es folgte ein rascher Ausbau mit zahlreichen Investitionen, darunter alleine im vergangenen Jahr in Höhe von 5,6 Millionen Euro. Stolz ist das Unternehmen auf die zahlreichen Auszeichnungen, darunter den „Hidden Champion“ des Senders N-TV. Zwischenzeitlich war auch die Familie Unger Mitgesellschafter geworden. Im neuen Betriebsgebäude werden eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie eine eine Blechfertigung eingerichtet. Eine enge Kooperation besteht mit der OTH Amberg-Weiden. Der derzeitige Personalstand soll von aktuell 69 bis Jahresende auf 90 Mitarbeiter aufgestockt werden. 120 bis 130 sollen es am Ende der Baumaßnahme werden. Die meisten der neuen Mitarbeiter können auf dem Weg der eigenen Ausbildung gewonnen werden. Sieben neue Azubis beginnen im September dieses Jahres.

Viel Gestrüpp erschweren derzeit noch den Zugang zum neuen BAM-Gelände. BAM-Marketingmanagerin Anna Pröls zeigt den Standort. Im Hintergrund die Gebäude von Estato Umweltservice.

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