27.08.2021 - 11:55 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Wiederanpfiff für Bau der Kunstrasenplätze der SpVgg SV Weiden

Seit über zwei Monaten ruhen die Bauarbeiten für die beiden Kunstrasenplätze der SpVgg SV Weiden. Nun gibt es gute Neuigkeiten aus dem Rathaus.

Nach einem über zweimonatigen Baustopp sollen kommende Woche die Arbeiten auf den Kunstrasenplätzen der SpVgg SV Weiden wieder aufgenommen werden.
von Thorsten Schreiber Kontakt Profil

Kommende Woche sollen die Arbeiten im Sparda-Bank-Stadion der SpVgg SV Weiden rund um den Bau der beiden Kunstrasenplätzen wieder aufgenommen werden, informierte Bürgermeister Lothar Höher am Freitag in einer Pressemitteilung der Stadt. Nachdem die dritte Teilbaugenehmigung vorliege, seien zunächst Wegeflächen und Befestigungen sowie der C-Platz an der Reihe, der nach den Bombenuntersuchungen vor fast einem Jahr komplett zerstört gewesen aber mittlerweile schon fast wiederhergestellt gewesen sei. Auch der Betriebsurlaub der bauausführenden Firma sei kommende Woche zu Ende.

Befürchtungen nicht bestätigt

Am Donnerstag hatte es eine Gesprächsrunde gegeben, die Oberbürgermeister Jens Meyer organisiert hatte, erklärte Höher auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Dabei hätten sich unter anderem die Befürchtungen der Stadt wegen einer möglichen Kontaminierung mit Arsen nicht bestätigt. Sämtliche Behördenvertreter, Fachstellen, Planer und Gutachter, die den Wasser- und Bodenbereich geprüft hatten, hätten grünes Licht gegeben. Im November war für den Unterbau der beiden je 7000 Quadratmeter großen Plätze Material verwendet worden, das aus einem Steinbruch stammte. Die Verantwortlichen befürchteten, das geogene Arsen könnte bei Niederschlägen über den Schotter ins Grundwasser geraten.

Mit dem positiven Ergebnis der Tagung habe es "die entscheidende Weichenstellung für die Beendigung der Bauarbeiten auch an den eigentlichen Kunstrasenflächen" gegeben, freute sich Höher. „Ich bin sehr froh und dankbar, dass bei diesem großen Termin sehr konzentriert und einvernehmlich geklärt werden konnte, dass die Problemlagen aus dem belasteten Schottermaterial jetzt beseitigt werden können.“ Dazu würden die mit Geodaten gesicherten Verfüllungen der Bombentrichter nochmals geöffnet, der geogen verunreinigte Schotter ausgebaut und mit sauberem Material verfüllt. Dadurch werde gewährleistet, dass keine Belastung oder Eintrag des geogenen Arsens in das Grundwasser erfolge.

"Deutlich vor dem Winter" fertig

Alle weiteren Flächen, die derzeit keinen Kontakt mit dem Grundwasser haben, sollen in einem Überwachungsprogramms beobachtet werden, so dass den entsprechenden wasserrechtlichen und baurechtlichen Genehmigungsvoraussetzungen nichts mehr im Weg stehe, erläuterte der Bürgermeister. Höher rechnet damit, dass die Baugenehmigung in zwei bis drei Wochen auf dem Tisch sein müsste. Einen Termin für die Fertigstellung der Kunstrasenplätze gebe es aber noch nicht. Sie könnten jedoch "noch deutlich vor dem Winter fertig sein".

Verein erleichtert

Auch die Verantwortlichen der SpVgg SV, die alle Untersuchungen durch eine Bodengutachterin intensiv begleitet hatten, sind erleichtert über den Verhandlungserfolg. "Wir freuen uns, dass es weitergeht und dass es eine einvernehmliche Lösung gegeben hat", bestätigte Vorsitzender Michael Kurz gegenüber Oberpfalz-Medien. Mehr wollte er nicht mehr zu dem Thema sagen.

Wie die Stadt in ihrer Pressemeldung weiter mitteilte, müsse jetzt nur noch das Wetter mitspielen. Denn für die Verarbeitung der Kunstrasenflächen seien eine Woche trockenes Wetter und Temperaturen über vier Grad erforderlich.

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Nach einem über zweimonatigen Baustopp sollen kommende Woche die Arbeiten auf den Kunstrasenplätzen der SpVgg SV Weiden wieder aufgenommen werden.
Hintergrund:

Kunstrasenplätze der SpVgg SV Weiden

  • zwei je 7000 Quadratmeter große Plätze
  • Baustopp seit 18. Juni
  • Arbeiten sollen kommende Wochen weitergehen
  • Termin für Fertigstellung steht noch nicht fest
  • Sportförderzuschuss der Stadt für das Projekt: 2,2 Millionen Euro

"Wir freuen uns, dass es weitergeht."

SpVgg-SV-Vorsitzender Michael Kurz

 

 

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