09.02.2021 - 17:19 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Mit Wohnmobil drei Nächte am Weidener Stadtbad stehen

Klarheit nach fast vier Jahren. Der neue Wohnmobilstellplatz soll nun doch in der Nachbarschaft des Stadtbades angesiedelt werden. Hauptargument ist die Nähe zur Altstadt.

Noch wird ein Teil dieser Fläche von Fahrzeugen beparkt. Hier sollen 15 Wohnmobilstellplätze entstehen. Wünschenswert wäre aber auch ein Aufhübschen des nahen Stadtbades.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Klarheit nach fast vier Jahren: Der Wohnmobilstellplatz kommt nun doch in der Nachbarschaft des Stadtbades. Hauptargument ist die Nähe zur Altstadt.

Der bisher ausgewiesene Wohnmobilstellplatz hinterm Freizeitzentrum Raiffeisenstraße weckt bei den Gästen vor allem den Wunsch: So schnell wie möglich wieder weg. Und das, obwohl eine Standzeit von sieben Tagen erlaubt ist. Den idealen Standort glaubt der Bau- und Planungsausschuss gefunden zu haben, wo er mehrmals angedacht, aber nie weiter verfolgt wurde: Jenseits des Wehres am Stadtbad.

Für Bürgerliste, Freie Wähler und FDP, die den Antrag gestellt hatten, erklärte Bernhard Schlicht, dass der Wohnmobilstellplatz eine "dienende Nebenanlage" des Stadtbades sei. Dort sei, vornehmlich auf städtischen Grund, Platz für 15 Stellplätze, auf denen Gäste bis zu drei Nächte stehen dürfen. Um die Versorgungsanlage vor Hochwasser zu schützen, seien sie auf Betonsockeln zu errichten. Schlicht freute sich über die Aufwertung des Stadtbades. Stefan Rank (Bürgerliste) beklagte, dass sich die Stadt bei der Suche nach einem attraktiven Wohnmobilstellplatz seit Jahren im Kreis drehe. "Jeder sieht die Nöte. Wir fokussieren uns aufs Stadtbad." Bei Hochwasser müssten die Gäste kurzfristig den Platz verlassen. Rank begrüßte es, dass die "hässliche Brachfläche" am Stadtbad endlich verschwinde. "Wir verschaffen dem Tourismus in Weiden Vorteile."

Da offiziell das städtische Grundstück im Hochwassergebiet liegt, brachte Bau- und Planungsdezernent Oliver Seidel eine größere, offiziell hochwasserfreie Fläche an der Dr.-Pfleger-Straße - im Süden des Baugebiets Naabwiesen - ins Gespräch. Diese Fläche sei ebenso leicht erreichbar. Ein Wohnmobilstellplatz am Stadtbad sei nur über eine Ausnahme von den Fachbehörden zu genehmigen. Für die CSU sprach sich Alois Lukas vehement für den Standort am Stadtbad aus. Die Hochwasserproblematik auf der intensiv als Parkplatz genutzten Fläche gebe es nur auf dem Papier, da sie vor Jahren aufgefüllt wurde. "Dort war immer das Fischerfest." Zum Argument, dass erst die Wehrbrücke "ertüchtigt" werden müsse, sagte Lukas: "Schon vor 15 Jahren hieß es, die Brücke fällt zusammen. Sie steht immer noch und wird täglich befahren." Wenn überhaupt, dann sei die von der Verwaltung angedachte Alternativfläche in den Naabwiesen hochwassergefährdet.

Hildegard Ziegler, Sprecherin der SPD-Fraktion im Bauausschuss, betonte, dass mit dem bisherigen Wohnmobilstellplatz am Ende der Raiffeisenstraße niemand glücklich sei. "Er ist auch nie richtig angenommen worden." Jetzt habe die Stadt am Stadtbad eine neue Chance. "Dort wäre ein Wohnmobilstandort ein großer Gewinn." Oberbürgermeister Jens Meyer bremste die Euphorie: An den "Womo"-Stellplatz Stadtbad sei erst zu denken, wenn die Brücke "ertüchtigt" sei.

Das Blatt wendet sich zugunsten des Stadtbads

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