08.12.2020 - 19:36 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Zig Geschäftsschließungen: Weidens Einzelhandelschef appelliert an die Kunden

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"Wir wollen alles, nur keine Geschäftschließungen", betont Tobias Sonna, Sprecher der Einzelhändler in der Weidener Innenstadt. Und dies bedeute, dass jeder die AHA-Regelungen einhalte. Sonna hat noch weitere Appell an die Kunden.

Gerade in der Cornonakrise ist der Weidener Einzelhandel auf die Umsätze des Weihnachtsgeschäftes angewiesen, betont Tobias Sonna.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Jeder Kunde entscheide derzeit, wie die Innenstadt in Zukunft aussehe, sagt Sonna. Um weitere Verluste in der Belegung von Einzelhandel und Gastronomie zu verhindern, müsse der Kunde hier für Umsätze sorgen. "Jeder hat es mit seinem eigenen Verhalten in der Hand, wie wir uns entwickeln." Erfreulich sei zum Beispiel, dass immer mehr Bürger mit hochwertigen Mund-Nase-Bedeckungen unterwegs seien. "Auch das lässt uns hoffen, dass das Infektionsgeschehen sich positiv entwickelt und wir in Weiden keine weiteren gravierenden Einschränkungen bekommen." Sonna weist daraufhin, dass der Einzelhandel, der penibel auf die Einhaltung der AHA-Regeln achte, nicht als nachgewiesener Corona-Hotspot gelte.

Für das Überleben der Gastro- und Einzelhandelsbetriebe sei entscheidend, dass sie im laufenden Weihnachtsgeschäft auch Umsätze generieren können, "um überhaupt über die Runden zu kommen". Er bittet die Kunden in die Stadt, denen er zugleich empfiehlt, "Stoßzeiten zu meiden" und "zeitlich antizyklisch" zu kommen. So sei etwa am Nachmittag die Frequenz in der Altstadt geringer als am Vormittag.

Die in der Aktion "Wir sind Weiden" gebündelten Gastro- und Einzelhandsbetriebe versuchen auch mit einem Internet-Shop die Umsätze zu stabilisieren. "Wenn man schon nicht in die Innenstadt kommt, oder nicht kommen will, kann uns jeder unterstützen", unterstreicht Sonna. So könnten unter www.wirsindweiden.de Gutscheine bei den Händlern und den Restaurants, aber auch Eintrittskarten für geplante LTO-Aufführungen gekauft werden. "Auch das hilft", sagt Sonna.

"Bei einer guten Partnerschaft sollte es möglich sein, den Mietern in der Krise entgegen zu kommen."

Tobias Sonna sieht auch Vermieter in der Pflicht

In der Pflicht sieht Sonna auch die Vermieter. "Bei einer guten Partnerschaft sollte es möglich sein, den Mietern in der Krise entgegen zu kommen." Einzelhandel und Gastronomiebetriebe könnten in der langen Flaute die Fixkosten nicht weiter senken."Noch weniger Personaleinsatz geht nicht, dann steht niemand mehr im Laden." Es sei nicht nachvollziehbar, dass manche Vermieter einfach pokern und Gefahr laufen, ihre Mieter zu verlieren. "Es ist ja nicht so, dass es im nächsten Jahr zu Dutzenden von Geschäftsneugründungen kommt, die die Flächen in der Innenstadt anmieten wollen."

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