Gemeinsam mit ihren Anhängern forderte sie die sofortige Öffnung von Kitas und Schulen ohne Einschränkungen, Distanzregeln und Maskenpflicht. Als Vorbild hatte sich die Gruppe Norwegen ausgesucht. Die Gesundheitsbehörde des skandinavischen Landes sei nach Prüfung von 8000 Fällen zu dem Schluss gekommen, dass in keinem Fall das Virus von einem jungen Menschen übertragen worden sei. „Maßnahmen, wie Schulschließungen waren daher nicht nötig.“
Bei einer derzeitigen Infektionsrate von 0,0074 Prozent der Bevölkerung seien Notstandsregeln durch nichts mehr zu rechtfertigen, hieß es. „Es ist an der Zeit, dass Politiker und Medien aufhören, Panik zu schüren und sich den realen Problemen auf der Welt zuzuwenden", forderte Schuhmacher.
Als Beispiel nannte sie, dass eine wachsende Zahl von Kindern weltweit verhungere, keinen Zugang zu sauberem Wasser und Bildung habe, während riesige Kapitalmengen unkontrolliert um den Globus kreisten. Diese würden etwa dafür hergenommen, Land aufzukaufen, auf dem zuvor Kleinbauern ihre Familien ernähren konnten.
Wenige Meter weiter, auf dem Woodstock-Hügel, demonstrierte Helmut Schöner als einziger Teilnehmer der von ihm angemeldeten Mahnwache. Die Grundrechte schützten nicht nur gute und demokratisch wertvolle Meinungen, sondern auch das Abseitige und Abstruse, sagte er. Sie würden sogar für Radikale und Extremisten gelten und für solche Leute, die Corona für eine Erfindung hielten.
„Zu denen gehören wir ausdrücklich nicht“, betonte er. Ganz im Gegenteil: Man dürfe die Grundrechte nicht mit den Verfechtern des Abstrusen alleine lassen. Gerade in bitteren und bizarren Zeiten wie diesen, müsse man den Mut zur Verteidigung der Grundrechte aufbringen.

















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