12.07.2019 - 15:09 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Zwei neue psychiatrische Häuser für Weiden und Wöllershof

Rund 35 Millionen Euro investieren die Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (Medbo) in die Psychiatrie-Standorte Wöllershof und Weiden. Die Verantwortlichen stellten nun erste Pläne vor.

Viel Licht und natürliche Materialien: Nach einem Entwurf der Architekten Brückner & Brücker könnte der Neubau in Wöllershof so aussehen.
von Werner ArnoldProfil

Dazu waren der Ärztliche Direktor des Klinikums Wöllershof, Dr. Markus Wittmann, Direktor Konrad Kastner vom Geschäftsbereich Wirtschaft und Finanzen sowie Projektleiter Jakob Schäffer in den Gemeinderat Störnstein gekommen. Er muss das Vorhaben in Wöllershof absegnen, dessen Kosten sich auf 16 Millionen belaufen.

Schäffer erläuterte, dass an Stelle das bisherigen Hauses 13 ein Neubau errichtet wird. Das Projekt sei aber noch in der Entwurfsphase. Der 70 Meter lange und 24 Meter breite Flachbau werde nach neuesten wissenschaftlichen Kenntnissen geplant und und passe sich gut dem Gelände an.

Das neue Haus soll psychosomatische Patienten aufnehmen. Alle Stationen sollen barrierefrei und lichtdurchflutet sein. Als Baustoffe kämen viele Naturmaterialien zum Einsatz. Drei Stockwerke seien nach Süden ausgerichtet, zwei nach Norden. das sei der Hanglage geschuldet, erklärte Schäffer.

Im Erdgeschoss befinden sich eine Normalstation sowie vier teilstationäre Plätze für Patienten, die tagsüber in den regulären Therapieplan eingebunden sind, aber zu Hause übernachten. Die erste Etage verfügt über 21 Betten, davon 3 Einzel- und 9 Doppelzimmer. Das obere Stockwerk sei mit 20 Komfortzimmern ausgestattet. Jedes sei 26 Quadratmeter groß. Den dort untergebrachten Privatpatienten werden verschiedene Wahl- und Serviceleistungen angeboten.

"Wir gehen von einer Auslastung von 85 Prozent aus", erklärte Kastner. Die Zahl der Beschäftigen werde sich dadurch aber nicht übermäßig erhöhen. Wenn alles fertiog sei, werde Wöllershof aber die Zahl von 400 Mitarbeitern überspringen.

Laut Markus Wittmann werden im neuen Haus 13 Patienten untergebracht, die bedingt durch körperliche Erkrankungen psychische Leiden haben. Der durchschnittliche Aufenthalt sei mit 20 Tagen veranschlagt. Erfreulich: "Seit letzter Woche ist Wöllershof als Lehrkrankenhaus anerkannt", erklärte Wittmann.

Läuft alles glatt, soll Anfang 2020 Baubeginn sein. Ende 2022 könnte das Haus bezugsfertig sein. Die Planung liegt in den Händen der Architekten Brückner & Brückner.

"Für die Erweiterung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Weidener Sebastianstraße laufen derzeit Planungsgespräche", sagt Medbo-Sprecherin Lissy Höller. Auch hier sei Anfang nächsten Jahres der Baubeginn angepeilt. Bisher sind dort nur eine Tagesklinik mit 12 Plätzen und eine Institutsambulanz untergebracht. Die sollen durch 32 stationäre Plätze in einem Neubau in unmittelbarer Nähe ergänzt werden. 8 Plätze davon sind für suchtkranke junge Menschen vorgesehen. In einen Bestandsbau soll zudem eine Tagesklinik für Erwachsene mit 15 Plätzen einziehen. Daneben sind 6 weitere tagesklinische Plätze für Klein- und Vorschulkinder in der Planung.

Projektleiter Jakob Schäffer stellt das neue Haus 13 des Klinikums Wöllershof im Gemeinderat Störnstein vor.

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