16.05.2019 - 11:44 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Zwischen gefühltem Frühsommer und Unwettergefahr

In den sonnigen Phasen fühlt sich das Wetter endlich nach Frühsommer an. Allerdings kommen auf die Oberpfalz noch einige Mai-Gewitter zu, weiß Wetter-Experte Andy Neumaier.

Wetterexperte Andy Neumaier.
von Andy NeumaierProfil

Auf der Suche nach dem sonnig- wonnigen Maihoch wird man leider erst über Nord- und Ostsee fündig. So erfreulich das für den einen oder anderen Hering dort sein mag, so wenig bringt uns das hierzulande. Dabei steigt nach den vielen kühlen Tagen ja schon allmählich auch der Hunger nach Sonne und Wärme. Immerhin gibt es aber kleine Fortschritte: Die Luft wird deutlich wärmer, und in den sonnigen Phasen fühlt es sich dann doch endlich nach Frühsommer an. Allerdings bleiben wir unter Tiefdruckeinfluss, und mit steigenden Temperaturen wächst auch die Gefahr von lokalen, kräftigen Gewittern. Mit wenig Höhenwind können diese, einmal entstanden, auch länger an Ort und Stelle stehen, und damit viel Wasser bringen. Es wird wieder viele Ungerechtigkeiten geben in nächster Zeit, wenn mancher Ort fast zu viel Regen auf einmal bekommt, und ein paar Kilometer weiter der Acker dürstet.

Der Regen wird wärmer

Am Freitag müssen sich zunächst noch Restwolken aus der Nacht auflösen, dann scheint längere Zeit die Sonne. Diese teilt sich nachmittags und abends den Himmel gerecht mit ein paar Quell- und Schäfchenwolken, und direkt über den Hügeln der Alb zur fränkischen Grenze hin, sowie über den Grenzkammhöhen, könnte es gegen Abend schon ein erstes kleines Gewitter geben. Die Temperaturen erreichen 17 bis 21 Grad. In der Nacht kann sich bei 8 bis 4 Grad Nebel und Hochnebel ausbreiten.

Am Samstag lösen sich morgendliche Nebel- und Hochnebelfelder bald auf, dann scheint zunächst wieder die Sonne. Spätnachmittags und abends schieben sich Quell- und Schleierwolken wieder mehr zusammen, und hier und da reicht es für einen kurzen Schauer, oder auch mal ein kleineres Wärmegewitter. Die Temperaturen erreichen 19 bis 24 Grad. In der Nacht wird es wieder klarer, stellenweise aber mit Nebel und Hochnebel bei 9 bis 6 Grad.

Der Sonntag bringt nach Auflösung von Frühnebel eine Mischung aus Sonnenschein und Quellwolken. Diese bauen sich nachmittags und abends dann zu örtlich begrenzten, teils aber kräftigen Gewittern aus. An Ort und Stelle kann es dabei stark regnen oder sogar hageln. Zuvor erreichen die Temperaturen 20 bis 25 Grad. In der Nacht lassen Schauer und Gewitter nach bei 11 bis 7 Grad.

Keine Ruhe im Wetterkarton

Das Spielchen wiederholt sich dann in der neuen Woche häufig. Vormittags zeitweise Sonne, nachmittags teils kräftige Schauer und Gewitter, die örtlich auch unwetterartig ausfallen können. Ein Wann und Wo abzuschätzen macht dabei keinen Sinn. Etwas stabiler und freundlicher dürfte die zweite Wochenhälfte ausfallen. In den Regenzeiten sind es bis etwa 18, wenn die Sonne länger scheint teilweise 23, oder auch mal 25 Grad. Aber: frostempfindliche Blümchen können ins Freie, und wir dürfen wieder hinter dem Kachelofen hervorkommen.

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