14.12.2021 - 12:04 Uhr
Weiding im Landkreis ChamOberpfalz

Industriehalle in Weiding im Landkreis Cham in Flammen

Gegen zehn Uhr ging der Alarm ein: Ein Industriegebäude in Weiding (Landkreis Cham) brennt. Wie die Polizei mitteilt, sind die Einsatzkräfte schnell vor Ort. Trotzdem geht der Schaden wohl in die Millionen.

von Redaktion ONETZProfil

Von Dominik Altmann

Flammen loderten aus dem Gebäude in Weiding im Landkreis Cham, in dem die Hackschnitzelvergasung einer Zimmerei untergebracht war. Das Ziel für die Feuerwehr war nach ihrem Eintreffen recht schnell klar. Das Gebäude, in unmittelbarer Nähe des Feuers und nur durch eine Brandmauer geschützt, musste gehalten werden. Dort ist eine Brickettpresse untergebracht.

Unter massivem Löschwassereinsatz gelang das den 186 Feuerwehrleuten vor Ort auch. Zwei Drehleitern schossen von oben auf die Flammen, Männer und Frauen standen beiderseits der Halle und hielten mit Hohlstrahlrohren auf das Feuer. Um Glutnester in einem brennenden Hackschnitzel-Lager in unmittelbarer Umgebung des brennenden Gebäudes auszulöschen setzte die Feuerwehrleute auf Einsatz von Netzmitteln.

Ausgebracht hatte es das sogenannte Luf der Mitterdorfer Feuerwehr, die bei Bränden in Industriegebäuden der Meldestufe vier alarmiert wird. Wie eine Schneekanone schoss es das mit Netzmittel versetzte Wasser in die Hackschnitzel. Weil dadurch die Oberflächenspannung des kühlen Nasses herabgesetzt wird, sickert es leichter zwischen die Holzstückchen und erhöht damit die Löschwirkung, erläuterte Kreisbrandrat Mike Stahl. Zwischenzeitlich griff das Feuer auf einen Müllcontainer in der Nähe der brennenden Halle über – und auch hier mussten die Feuerwehrleute unter Atemschutz und mit Wasser aus dem Schlauch die Flammen unter Kontrolle bringen.

Derweil stiegen die Rauch- und Dampfschwaden in den Himmel über Weiding und waberten durch den Ort. Die Polizei ließ deshalb vorsichtshalber eine Rundfunkdurchsage machen, in der die Bewohner gebeten wurden, die Fenster zu schließen. Die vom Rauch ausgehende Gefahr war nach Einschätzung von Kreisbrandrat Stahl gering.

Der Schaden an Maschinen und Halle dagegen ist immens. Marco Müller von der Polizei schätzte ihn zunächst auf mehrere Millionen Euro. Brandfahnder der Kripo Regensburg und Ermittler aus Cham übernahmen die Untersuchungen zur Ursache und Schadenshöhe. Eine genaue Einschätzung gab es bisher dazu jedoch nicht.

Im Einsatz waren auch Kräfte des BRK Kreisverbands Cham. Neben mehreren Rettungswagen, der Unterstützungsgruppe, einem Notarzt und dem Rettungsdienstleiter Tobias Muhr rückte wegen des stundenlangen Einsatzes auch eine Versorgungseinheit des Roten Kreuzes an. Zu versorgen hatten die Sanitäter derweil eine leichtverletzte Person, was jedoch ambulant vonstatten ging, so Muhr.

Es war nicht das erste Mal, dass es diesen Brandleider erwischte. In den vergangenen Jahren kam es bereits öfter zu Bränden dieses Ausmaßes. Das bedauerte auch Bürgermeister Daniel Paul, der sich ebenfalls zum Einsatzort begeben hatte.

Erst vor Kurzem brannte ein Haus in Burglengenfeld

Burglengenfeld

 

 

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