02.02.2021 - 12:36 Uhr
WeidingOberpfalz

Fuchsenschleife: Viel Fürsorge im Lockdown

Beschäftigung und Fürsorge – darauf setzt das Personal der Fuchsenschleife im Lockdown. So können die 22 im Haus von Dr. Loew Soziale Dienstleistungen betreuten Menschen mit Behinderung die ungewohnten Beschränkungen besser bewältigen.

Die Heimbewohner beschäftigen sich im Arbeitsraum mit Holz. Einrichtungsleiterin Petra Meixner gibt gerne Tipps.
von Ludwig HöcherlProfil

Neben den Bewohnern in der Fuchsenschleife im Frauenthal (Gemeinde Weiding) sind zwölf Männer in den dazugehörenden Außenwohngruppen beziehungsweise im Kleinheim Weiding untergebracht. Die Leiterin der Einrichtung von Dr Loew Soziale Dienstleistungen, Petra Meixner, schildert, wie der Alltag strukturiert wird.

“Die Frauen und Männer, die bei uns leben, finden Beschäftigung in unserer Baumschule, beim heilpädagogischen Reiten, als Pferdepfleger oder in der Landschaftspflege”, erzählt Petra Meixner gegenüber Oberpfalzmedien. “Denn das zwei Hektar große Gelände um die Fuchsenschleife will auch bewirtschaftet werden. “Hühner, Katzen, Hasen, Hunde halten alle ebenso auf Trab”.

Die Natur als großes Plus

Beschäftigung, die in einem natürlichen Umfeld die geistig-seelische, sowie die soziale und emotionale Entwicklung jeder einzelnen Person unterstützt, ist also geboten. Ein großes Plus für alle, ob Personal oder Bewohner, ist der große Garten und der Waldumgriff. Beeren, Gemüse und Kräuter werden im Haus verarbeitet und seit einiger Zeit ist ja der Begriff “Waldbaden” in aller Munde.

Unterstützung für Haus Fuchsenschleife

Weiding

Mit von der Heimleitung organsierten internen Veranstaltungen oder Ausflügen wird ein wesentlicher Beitrag für die Stärkung der Gemeinschaft geleistet. Wenn Petra Meixner das vergangene Jahr Revue passieren lässt, sind die Ausflüge im Januar nach Klatovy in Tschechien oder am letzten Sonntag vor den corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen im März zum Wildpark nach Lohberg allen gut in Erinnerung.

Ideen umgesetzt

“Die Situation seit März vergangenen Jahres ist schon ungewohnt” meint Meixner und verweist dabei auf die durch die Pandemie bedingten Hürden. “Ausgerechnet das Herbstfest, bei dem die Bevölkerung des Schönseer Landes seit Jahrzehnten mit ihrem Besuch die Verbundenheit zur Fuchsenschleife, dem Personal und den Bewohnern beweist, musste leider ausfallen”. Dennoch gab es neben dem obligatorischen Tagesablauf in den vergangenen Monaten trotz der eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten Abwechslung. Bei der im Haus Fuchsenschleife integrierten Baumschule wurde die Idee zum Basteln von verschiedensten Gestecken umgesetzt.

Zur Nikolausfeier trafen sich die Heimbewohner diesmal – natürlich unter Einhaltung der Corona-Beschränkungen – am Lagerfeuer und bei Kerzenlicht. Die obligatorischen Weihnachtsmärkte in der Fuchsenschleife wie auch im Kleinheim hatten trotz aller Umstände auch im vergangenen Dezember wieder ihren festen Platz im Terminkalender der Heimleitung. “Wir haben selbstverständlich die geltenden gesetzlichen Corona-Vorgaben zu beachten” sagt Petra Meixner und ergänzt, dass sie von Pandemiebeauftragten Kurt Loew voll unterstützt wird.

Masken und Tests

Das Tragen von Masken ist selbstverständlich. Im Haus werden die Leitungskräfte und die Bewohner regelmäßigen Tests unterzogen. Die Bewohner in der Fuchsenschleife wie auch in Weiding sind seit dieser Zeit jeweils in zwei Gruppen aufgeteilt und streng voneinander getrennt. So befasst sich zum Beispiel ein Team im Haus mit basteln, kochen und backen, oder auch mit Musik und Tanz, während die andere Gruppe auf dem Gelände mit Holzarbeiten, Tierpflege oder Aufräumarbeiten beschäftigt ist. Erledigt normalerweise ein Mitarbeiter mit sechs oder sieben Personen die täglichen Einkäufe, sind derzeit lediglich zwei Personen mit unterwegs.

Petra Meixner ist froh, dass die Bewohner die die derzeitigen Umstände weitgehendst akzeptieren. Wohl nicht zuletzt dank der Mitarbeiter, die besondere Fürsorge an den Tag legen.

Simone (links) und Peter machen sich auf zum Langlauf.

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