06.11.2020 - 10:57 Uhr
WeidingOberpfalz

Jetzt geht es in den "Keilgarten"

Die Weidinger Gemeinderäte haben dem Kind jetzt einen Namen gegeben: Wege und Plätze sind nun offiziell neu gewidmet, beispielweise der "Keilgarten".

Auf diesem Areal stand früher das "Keilhaus". Nach der vorgenommenen Widmung von Straßen und Plätzen heißt dieser Platz jetzt offiziell "Keilgarten".
von Ludwig HöcherlProfil

Mit Widmungen, Hausnamen und Hebesätzen hatte sich der Weidinger Gemeinderat in seiner letzten Sitzung zu befassen.

Die Hebesätze für die Realsteuern werden nicht angetastet. Bürgermeister Manfred Dirscherl und die Gemeinderäte sahen trotz Hinweis der externen Rechnungsprüfung keinen Anlass, für das Jahr 2021 die derzeit gültigen Sätze für die Grundsteuer A von 350 Prozent, die Grundsteuer B von 320 Prozent und der Gewerbesteuer von 320 Prozent anzuheben. Allerdings waren sich alle darüber einig, dass in naher Zukunft eine Anpassung nach oben nicht ausgeschlossen wird.

Nicht erschlossen

Eine allgemeine Voranfrage bezog sich auf die Möglichkeit, ein Gebäude an der Stadlerner Straße zu bauen. Das Gremium erteilte dem Absender eine Absage. Wie der Bürgermeister erläuterte, gab es zwar im Jahr 1986 dazu bereits eine Anfrage. Der Interessent ließ damals die Frist, innerhalb von drei Jahren ein Gebäude zu errichten, jedoch verstreichen. Die jetzt ablehnende Haltung begründeten Manfred Dirscherl und die Gemeinderäte damit, dass das im Außenbereich liegende Gelände nicht erschlossen sei und ein Leitungsrecht durch ein vorliegendes privates Grundstück erwirkt werden müsse. Kosten der Erschließung gingen zu Lasten des Haushalts. Außerdem würden sich im Ortsinneren Plätze zum Wohnungsbau anbieten.

So steht die Gemeinde Weiding finanziell da

Weiding

Zustimmung fand die Information des Bürgermeisters über dessen Auftrag, dass an der Bachquerung in der Hannesrieder Straße zur Absturzsicherung zum Mühlbach ein neues Geländer angebracht wird.

Als Folge der Dorferneuerung in den 90er Jahren war nun die Widmung von verschiedenen Wegen und Plätze im Ort und in den Fluren erforderlich. Die Ratsmitglieder entschieden sich innerorts bei der Namensgebung unter anderem für den “Kirchenplatz”, dem “Spielplatz bei der Schule” und den “Keilgarten”. Wege, die aufgelassen sind, waren formell einzuziehen und zu entwidmen.

Am Landratsamt andocken

Manfred Dirscherl informierte das Gremium darüber, dass nach Vorschriften zum Datenschutz jede Kommune einen Datenschutzbeauftragten haben sollte. Für kleine Gemeinden beziehungsweise Verwaltungsgemeinschaften sei diese Anforderung jedoch personell und aus Kostengründen nicht realisierbar. Alle in der VG Beschäftigten hätten täglich selbst mit vertraulichen Daten zu tun. Dirscherl plädierte weiterhin dafür, dass, wie bereits bei einer Dienstversammlung der Bürgermeister vorgeschlagen, eine solche Personalstelle am Landratsamt geschaffen wird und von dort aus diese Aufgabe übernommen wird.

Mit neuen Schildern an Gebäuden sollten nach Vorstellung der “Lokalen Arbeitsgruppe LAG” alte und teilweise verschwundene Hausnamen in Erinnerung gebracht werden. Hauseigentümer, die sich zum Mitmachen an dieser Maßnahme interessieren, können sich bei der Verwaltungsgemeinschaft in Schönseer Rathaus melden. Aktuell laufen in der Gemeinde die Vorarbeiten für ein Kanalkataster. Nach der Spülung der Leitungen erfolgt im nächsten Schritt die Befahrung des Kanalsystems mit einer Kamera.

Der Baufortschritt in der ehemaligen Schule gehe, so der Bürgermeister, nur langsam voran. Derzeit würden kleinere Arbeiten getätigt, die Ausführung der Malerarbeiten sei für kommende Woche angesagt.

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