18.06.2021 - 14:39 Uhr
WeidingOberpfalz

Schulsanierung größter Posten im Weidinger Haushalt

Mit über 368 000 Euro Rücklage bleibt der Haushalt der Gemeinde Weiding auch im 14. Jahr in Folge schuldenfrei. Für den Etat 2021 müssen 48 800 Euro von der "hohen Kante" genommen werden. Die Räte verabschieden das Zahlenwerk einstimmig.

Kosten, die mit der Sanierung der ehemaligen Schule in Weiding zusammenhängen, sind heuer der größte Brocken im Haushalt. Ab kommenden Montag, 21. Juni, ist das Gebäude wieder für Gruppen und Vereinen zugänglich, Bürgermeister Manfred Dirscherl inspizierte zuvor noch das Objekt und die Außenanlagen.
von Ludwig HöcherlProfil

Detailliert informierte Kämmerin Lisa Biegerl in der Sitzung Bürgermeister Manfred Dirscherl und die Weidinger Gemeinderäte aus dem Zahlenwerk zu Haushaltsplan und -satzung sowie über den Finanzplan 2020 bis 2024. Nach der von den Gemeinderäten im März erfolgten Prüfung der Jahresrechnung für 2020 erfolgte einstimmig deren Feststellung und die Entlastung des Bürgermeisters.

Vor der Beschlussfassung des Haushalts für das laufende Jahr erläuterte die Kämmerin diejenigen Ansätze an Beträgen, die gegenüber dem Vorjahr um mehr als 2000 Euro abweichen. Unter anderem erhöhte sich der an die VG für die Schule in Schönsee zu leistende Betrag um 6250 Euro. Der Steigerung auf 31 200 Euro liegen höhere Gesamtumlagen und Schülerzahlen zugrunde. Malerarbeiten für den Jugendraum in der ehemaligen Grundschule sind mit 2500 Euro angesetzt. Ausbesserungskosten an und für Gemeindestrassen standen im vergangenen Jahr mit 78 000 Euro in den Büchern, 2021 sind 50 000 Euro angesetzt.

Wegen der Zuweisung von 13 900 Euro (Vorjahr 10 700 Euro) an das Verkehrsamt der Verwaltungsgemeinschaft wünscht das Gremium Informationen darüber, welche Bettenzahlen von Vermietern gemeldet sind. Für die Verwaltungsumlage an die VG sind in diesem Haushaltsjahr 78 500 Euro angesetzt (Vorjahr 67 650 Euro). Der Steigerung liegt eine Erhöhung der Gesamtumlage für die drei VG-Kommunen Weiding, Schönsee und Stadlern um 77 000 Euro auf 583 000 Euro zugrunde, die sich je Einwohner von 148,95 Euro auf 172,43 Euro erhöht.

Im Vermögenshaushalt werden 66 200 Euro an Zuweisungen für den Kauf des Feuerwehrfahrzeugs erwartet, für die Digitalisierung der Grundschule Schönsee sind 4000 Euro angesetzt. An Restkosten für den Bauhof der Gemeinde wird eine Schlussrechnung über 73 500 erwartet. Für die Erstellung des Kanalkatasters werden Kosten von 67 000 Euro kalkuliert, für die Sanierung der Kläranlage stehen auf der Einnahmenseite 91 500 Euro (Beiträge der Bewohner) und 114 000 Euro Zuweisung vom Land. An Baukosten sind für dieses Jahr noch 221 700 Euro berücksichtigt.

Mehrere Positionen (Grunderwerb, wasserrechtliche Erlaubnis, Baukosten) sind im Haushaltsposten "Wasserversorgung" mit 70 000 Euro angesetzt. Für die energetische Sanierung der ehemaligen Schule werden 213 400 Euro Zuweisung vom Land erwartet, mit 16 000 Euro sind Eigenleistungen berücksichtigt, der Ansatz für Bau-, Planungskosten und Möblierung beträgt 314 900 Euro.

Final betragen Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt 2021 jeweils 796 000 Euro, Einnahmen und Ausgaben im Vermögenshaushalt jeweils 940 000 Euro. Die Zuführung zum Verwaltungshaushalt beträgt 88 000 Euro, aus der Rücklagen, die sich auf 368 835 Euro summieren, werden 48 800 Euro entnommen.

Einstimmig verabschiedeten der Bürgermeister und die Gemeinderäte Haushalt, Haushaltssatzung sowie die Zahlen zur Finanzplanung bis 2024. Übrigens bleibt Weiding mit dem Haushalt 2021 erneut ohne Schulden – mittlerweile das 14. Jahr hintereinander. Einig war sich das Gremium darüber, dass in naher Zukunft die Gebührensatzungen für gemeindeeigene Einrichtungen neu anzupassen sind.

Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es auch um die Bestellung eines gemeinsamen Datenschutzbeauftragten für die Gemeinden im Landkreis. Die Weidinger Räte erachteten es als sinnvoll, dass diese Stelle von Seiten des Landkreises besetzt wird. Ferner beschlossen Bürgermeister und Gemeinderat nach Diskussion und geringfügiger Modifizierung die Satzung für Wald- und Flurwege. Wegen der Pflege des Blumenschmucks an der Setterl-Kapelle können sich interessierte Freiwillige beim Bürgermeister melden; zuletzt seien die Blumen "ertränkt" worden, hieß es. Einstimmig erhielt Manfred Dirscherl den Auftrag, Angebote für einen Wartungsvertrag für die Kläranlage einzuholen.

Es wurde noch darüber informiert, dass das ehemalige Schulhaus nach der energetischen Sanierung ab Montag, 21. Juni, wieder geöffnet ist. Eine Hausordnung werde noch von der Verwaltung ausgearbeitet. Mit dem Ingenieurbüro Krämer wird ein Ortstermin wegen Festlegung der Zonen für die Quellwasserfassung vereinbart. Für die Chronik des Ortes kann Emmi Baier Material zur Verfügung stellen. Die Ausarbeitung wird sich noch verzögern.

Mit interessanten Kapiteln wartet die Weidinger Schulgeschichte auf

Weiding

 

 

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