20.07.2020 - 12:51 Uhr
WeidingOberpfalz

Weiding bereitet dem neuen Feuerwehrauto einen großen Empfang

Die Enttäuschung über das abgesagte Gründungsfest zum 150-Bestehen Jubiläum war bei den Weidinger Feuerwehrleuten groß. Umso größer ist die Freude über die Ankunft des neuen Mehrzweckfahrzeugs.

Die Mitglieder der Blaskapelle gaben musikalisches Geleit, als das neue Weidinger Feuerwehrfahrzeug in die Ortschaft einfuhr.
von Ludwig HöcherlProfil

In den vergangenen Tagen war das Schmuckstück in Weiding angerollt. Festdamen und die Mitglieder standen Spalier, als das Auto im Ort einfuhr und damit seinen künftigen Einsatzort erreichte. Das war auch für die Musikanten der Blaskapelle Grund genug, um nach der langen zwangsbedingten Pause durch das Coronavirus ihre Instrumente auszupacken und den Zug zum Gerätehaus musikalisch zu begleiten. Der Applaus der Schaulustigen links und rechts der Straße begleitete diese "Jungfernfahrt".

Blick in die 150-jährige Geschichte der Feuerwehr Weiding

Weiding

Nach dem Choral "Die Himmel rühmen" erinnerte Pfarrer Wolfgang Dietz die Feuerwehr-Mitglieder an die große Verantwortung, in die sie sich bei ihrem Dienst am Nächsten stellen. Eine ganz andere Tiefe dieses Engagements offenbare sich, wenn sich alle als "Mitarbeiter Gottes" sehen und mit ihrem Einsatz einen Segen für die Mitmenschen vermitteln. In einer Zeit, in der alles nach seinem Spaß-Faktor gemessen wird, werde die Arbeit in der Feuerwehr oft als etwas Unmodernes gesehen. Sie habe aber, ähnlich wie die Kirche, einen Auftrag der laut Dietz letztlich in Gott selbst begründet sei. "Es ist kein Selbstzweck, wenn Menschen und Güter vor Gefahren zu bewahren sind."

Es ist kein Selbstzweck, wenn Menschen und Güter vor Gefahren zu bewahren sind.

Pfarrer Wolfgang Dietz

Pfarrer Wolfgang Dietz

Nach einem gemeinsamen Gebet segnete der Priester das neue Mehrzweckfahrzeug. Bei der anschließenden Besichtigung des neuen Geräts erläuterten Kommandant Günther Bock und sein Stellvertreter Peter Rettinger den Teilnehmern, unter ihnen Bürgermeister Manfred Dirscherl und Zweiter Bürgermeister Christian Ring, technische Einzelheiten des neuen Ausrüstungsgegenstandes.

Stellvertretender Kommandant Peter Rettinger (rechts) erläuterte Bürgermeister Manfred Dirscherl technische Einzelheiten der Kreiselpumpe.
Nach Ankunft beim Gerätehaus erteilte Pfarrer Wolfgang Dietz dem Fahrzeug den kirchlichen Segen.
Hintergrund:

Das neue Fahrzeug und seine Technik

Hersteller: MAN, Typ: TGL 8.220; zulässiges Gesamtgewicht: 8800 Kilo. Aufbau: Hersteller: Schlingmann; Aufbauart: MLF Mittleres Löschfahrzeug für eine Staffelbesetzung mit Atemschutz. Tankinhalt: 1000 Liter. Feuerlöschkreiselpumpe: FPN 10-2000; maximaler Förderstrom 2356 Liter pro Minute. Das Fahrzeug ist mit einem hydraulischen Teleskop-Lichtmast ausgerüstet. (mmj)

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