"Ende gut, alles gut" hieß das Fazit eines Treffens auf dem Schulgelände. Bürgermeister Jörg Fritsch von der Großgemeinde Pommelsbrunn und sein Amtskollege Reiner Pickel aus Weigendorf erwarteten dort Jan Fritsche, Geschäftsführer der Firma Burchard Führer, Heimleiter Siegfried Kühn vom Seniorenpflegeheim St. Benedikt in Amberg sowie Architekt Dipl.-Ing. Stefan Lang von Weber & Lang in Hersbruck.
Seit einiger Zeit stand das ehemalige Mittelschulgebäude in Hartmannshof leer und wartete entweder auf einen Käufer oder den Abriss. Beide Optionen waren intensiv im Gespräch. Nun hat sich die Lösung einer Sanierung und Weiterverwendung als Seniorenheim ergeben.
Jan Fritsche stellte Burchard Führer als Investor und Betreiber von Einrichtungen der Seniorenpflege mit Zentrale in Dessau vor. Die Firma sei in der Region bereits mit St. Benedikt in Amberg und dem Jakobushof in Auerbach präsent. Diese beiden Häuser verfügten über 150 Betreuungsplätze und rund 120 Mitarbeiter. Insgesamt stünden für das mittelständische Unternehmern unterm Strich 3800 Betreuungsplätze und 3300 Mitarbeiter. Um das Engagement in der Gegend auszubauen, habe Burchard Führer den Komplex mit rund 10 000 Quadratmetern Grundstücksfläche erworben. Es werde kein Abriss, sondern eine Sanierung und ein Anbau. Die Grundstücksverhandlungen seien zu jeder Zeit äußerst kooperativ verlaufen.
Es sei dies ein in die Jahre gekommenes Gebäude, so Bürgermeister Fritsch, der auch Vorsitzender des Schulvermögen- und Kindergartenverbandes Pommelsbrunn-Weigendorf ist. Weil man ursprünglich den Abriss geplant habe, sei ein Schadstoff-Gutachten in Auftrag gegeben worden. Die Gemeinde Weigendorf sei beim Thema "Abriss" aber zurückhaltender gewesen und habe gemeint, dass man sich doch erst auf die Suche nach Investoren begeben solle. So habe man gemeinsam gesucht und einen Investor gefunden.
Diese Firma, nämlich Burchard Führer, habe laut Reiner Pickel, der den Erstkontakt herstellte, großes Interesse signalisiert. Bei einem Besuch des Heimes in Amberg habe man sich von der soliden Arbeit überzeugt. Die Vorgespräche seien sehr konstruktiv verlaufen. Von den Fachbehörden kam bereits grünes Licht. Wie Pickel betonte, hätten beide Gemeinden an einem Strang gezogen.
Nach Fertigstellung soll das Seniorenheim über 60 Betreuungsplätze verfügen; verteilt auf 50 Einzelzimmer und fünf Doppelzimmer, alle mit Balkon. Dazu kommen ein großzügiger Aufenthaltsbereich, Speisesaal und Küche. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird Mitte 2020 gerechnet. Die Investitionen belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro, und es werden 35 bis 40 Arbeitsplätze neu geschaffen.
Mit Blick auf die darunter liegende Grundschule mit Kindergarten betonte Fritsch, dass hier der Mehrgenerationen-Gedanke perfekt verwirklicht werde. In beiden Gemeinden wohnten viele Senioren, so Pickel abschließend: "Wir profitieren auch davon, ich finde es positiv." Übrigens bekommt das Seniorenheim eine neue Zufahrt über den Högenbach, die noch in Planung ist.













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