Weigendorf
30.09.2026 - 12:07 Uhr

Stützmauer an Kreisstraße in Oed wird erneuert

Die Stützmauer an der Kreisstraße AS 38 in Oed soll erneuert werden. Der Landkreis Amberg-Sulzbach plant die Sanierung für 650.000 Euro.

Die stark beschädigte Stützmauer an der Kreisstraße AS 38 in der Ortsdurchfahrt Oed wird durch einen Ersatzneubau gesichert. Dies beschloss der Bau- und Planungsausschuss des Landkreises Amberg-Sulzbach einstimmig in seiner aktuellen Sitzung. Der Landrat wurde ermächtigt, den notwendigen Grunderwerb durchzuführen und die erforderlichen Verträge abzuschließen. Die Bauarbeiten sind für das Jahr 2027 eingeplant.

Unzureichende Tragfähigkeit festgestellt

Untersuchungen der rund 50 Meter langen Stützmauer aus Kalkbruchsteinen am östlichen Hangfuß des Lehnentals hatten neben sichtbaren Ausbrüchen auch eine grundlegend geschädigte Bausubstanz und eine unzureichende Tragfähigkeit ergeben. Die Kreisstraße ist deshalb derzeit halbseitig gesperrt und kann erst nach Abschluss der Bauarbeiten wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden.

Wie Matthias Kolb, Leiter des Tiefbauamts am Landratsamt Amberg-Sulzbach, den Kreisräten berichtete, wurden im Vorfeld verschiedene Planungsvarianten durchgespielt. Eine reine Sanierung der bestehenden Mauer erwies sich dabei als problematisch. Eine statische Nachrechnung ergab, dass die erforderliche Standsicherheit nur mit umfangreichen Ertüchtigungsmaßnahmen erreicht werden könnte. Auch die heute geltenden Anforderungen an die Verkehrslasten könnten mit dem bestehenden Bauwerk nicht ohne Weiteres erfüllt werden.

Spritzbetonschale als Lösung

Als praktikabelste Lösung wurde eine vorgesetzte, bewehrte Spritzbetonschale gewählt. Die bestehende Kalkbruchsteinmauer bleibt dabei erhalten. Die neue Schale wird mit Mikropfählen in drei Lagen rückverankert. Drainagebohrungen und Sickerrohre sollen die Entwässerung des Bauwerks gewährleisten. Auch die Verkehrssituation soll verbessert werden. Geplant sind eine neue Bauwerkskappe mit einer nutzbaren Breite von einem Meter sowie ein 1,10 Meter hohes Geländer.

Ein wesentlicher Vorteil dieser Lösung ist, dass die Straße für die Arbeiten nicht vollständig gesperrt werden muss. Der Verkehr soll laut Tiefbauamtsleiter während der Bauphase überwiegend einspurig weiterlaufen können. Lediglich für einzelne Arbeitsschritte soll die Straße kurzzeitig komplett für den Verkehr gesperrt werden.

Die Gesamtkosten der Maßnahme werden derzeit auf rund 650.000 Euro geschätzt. Davon entfallen rund 530.000 Euro auf die Baukosten. Nach Angaben von Matthias Kolb sind 543.400 Euro der Gesamtkosten nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zuwendungsfähig. Bei einem Fördersatz von 50 Prozent, der laut Kolb „konservativ angesetzt“ ist, werden Fördermittel von rund 271.700 Euro erwartet. Der verbleibende Eigenanteil des Landkreises liegt damit bei rund 378.400 Euro. Womöglich fällt der Fördersatz der Regierung aber höher aus, sodass sich die Kosten für den Landkreis verringern würden. Die Bauarbeiten sollen im kommenden Jahr ausgeschrieben und ausgeführt werden.

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