16.01.2020 - 10:18 Uhr
Weiher bei HirschauOberpfalz

Feuerwehr Weiher unter neuer Führung

Seit 2002 war Gerhard Ott Vorsitzender der Weiherer Feuerwehr. Jetzt sieht er die Zeit gekommen, dass jüngere Leute Verantwortung übernehmen. Zu seinem Nachfolger wird einstimmig sein bisheriger Stellvertreter Michael Reif gewählt.

Bei der Jahreshauptversammlung wählen die Weiherer Feuerwehrleute eine neue Führung (von links): Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kreisbrandmeister Marco Weiß, Zweiter Kommandant Philipp Birner, Vorsitzender Michael Reif, Gerätewart Andi Losch, Kassier Sebastian Wendl, Zweiter Vorsitzender Tobias Schadl und Kommandant Norbert Stangl.
von Werner SchulzProfil

Überhaupt drehte sich bei der Generalversammlung im Gasthaus Schadl das Personalkarussell in der Feuerwehrführungsmannschaft. Für Jüngere Platz machen wollten auch Kassenwart Klaus Birner, der dieses Amt 30 Jahre lang innehatte, und Zweiter Kommandant Manfred Heinrich. Für die Verwaltung der Kasse ist nun Sebastian Wendl zuständig. Mit der Aufgabe des stellvertretenden Kommandanten wurde Philipp Birner betraut. Michael Reifs bisherige Position als stellvertretender Vorsitzender übernimmt Tobias Schadl. Vor der Veranstaltung hatten die Feuerwehrleute bei einem von Pfarrer Johann Hofmann zelebrierten Gottesdienst in der Dorfkirche Mariä Opferung der verstorbenen Mitglieder gedacht.

Den Reigen der Rechenschaftsberichte eröffnete Kommandant Norbert Stangl. Demnach wurde die Wehr 2019 dreimal wegen Bränden alarmiert, musste aber nur im Oktober zu einem Feuer in einer Garage in Hirschau ausrücken. Um für Einsätze gewappnet zu sein, wurden sechs Übungen abgehalten. Mit Nicole Ott, Andi Losch, Christoph Ott, Markus Hanauer und Philipp Birner haben fünf Feuerwehrleute erfolgreich die Truppmannausbildung absolviert, Philipp Birner zusätzlich den Lehrgang zum Gruppenführer. Stangl kündigte an, dass sich die Wehr 2020 wieder einer Leistungsprüfung unterziehen wird. Erfreut zeigte sich der Kommandant über ein Neumitglied. Dankesworte erntete Franz Reif, der der Weiherer Wehr am 1. Juni 1969 beigetreten ist und im vergangenen Jahr sein 50-Jähriges feiern konnte.

Der scheidende Vorsitzende Gerhard Ott ließ das Vereinsjahr kurz Revue passieren. Er erwähnte die Teilnahme an den 125-Jahr-Feiern der Wehren in Seugast und Wolfsbach, das Johannisfeuer, die von der Feuerwehr ausgerichtete Kirwa und an den Ausflug ins Altmühltal. Derzeit zählt die Wehr 45 aktive und 13 passive Mitglieder. Ott blickte zurück auf seine 18 Jahre Vorstandstätigkeit. Er erinnerte an die Sommernachts- und Kirchweihfeste, die Oldtimer-Shows und die Feuerwehrausflüge. Höhepunkt sei die 100-Jahr-Feier 2007 gewesen. Es sei nun Zeit für einen Wechsel, zumal er nun in Amberg wohne. Sein Stellvertreter Michael Reif sei bestens geeignet, das Vorstandsamt zu übernehmen, betonte Ott.

Ott selbst erntete wie auch der scheidende Zweite Kommandant Manfred Heinrich und Kassier Klaus Birner anerkennende Worte von Bürgermeister Hermann Falk. Er attestierte, dass sie ihre Ehrenämter verantwortungs- und pflichtbewusst ausgeübt haben. Die Zusammenarbeit mit ihnen habe stets hervorragend funktioniert. Der Bürgermeister unterstrich die Bedeutung der Feuerwehr für den Schutz der Bevölkerung. Sie übernehme obendrein gesellschaftliche Aufgaben, die für den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft wichtig seien. Besonderes Lob zollte er der aktiven Nachwuchsarbeit. Sie sei die Basis dafür, dass die Weiherer Wehr ihre Aufgaben weiter erfüllen könne.

Die Neuwahlen ergaben folgende Ergebnisse: Kommandant: Norbert Stangl, Stellvertreter: Philipp Birner, Vorsitzender: Michael Reif, Stellvertreter: Tobias Schadl, Gerätewart: Andreas Losch, Kassenwart: Sebastian Wendl, Schriftführer: Daniel Stiegler, Kassenprüfer: Georg Ott und Werner Stiegler. Die Funktion des Hüttenwarts übernahm die Familie Stiegler.

Michael Reif kündigte an, die ausgeschiedenen Kameraden zu einem Dankes-Essen einzuladen. 2020 werde man wieder an Jubiläumsumzügen teilnehmen, das Johannisfeuer und die Kirwa organisieren. Für den Anfang September geplanten Ausflug müsse der Verein das Ziel noch festlegen. Reif berichtete, dass man für den schon in den Vorjahren thematisierten Defibrillator einen Standort an der Nordseite der Kirche gefunden habe

Wichtiges Thema der Veranstaltung war der aktuelle Planungsstand für den Bau des neuen Feuerwehr- und Gemeinschaftshauses. Dafür existieren vier konkrete Entwürfe. Mit ihnen befasst sich ein eigens gegründeter Bauausschuss. Dessen Mitglieder haben nun laut Bürgermeister Falk die Aufgabe, ihre Vorstellungen schnellstmöglich darzulegen, damit sie der Planer einarbeiten kann. Nach seinen Worten besteht die Chance, den auf dem vorgesehenen Areal stehend Transformator 2022 abzureißen.

Anerkennung zollte auch Kreisbrandrat Fredi Weiß der Weiherer Wehr. Besonders galt dies dem ausscheidenden Trio Gerhard Ott, Manfred Heinrich und Klaus Birner. Sie hätten vorbildliches Engagement gezeigt. Weiß hob die Besonderheit des ehrenamtlichen Dienstes hervor, den Feuerwehrleute leisten. Bei keinem anderen Ehrenamt werde das ganze Jahr hindurch Tag für Tag rund um die Uhr Einsatzbereitschaft verlangt.

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