08.02.2020 - 00:01 Uhr
Weiher bei HirschauOberpfalz

Weiherer Feuerwehr unter neuer Führung

Seit 2002 war Gerhard Ott 1. Vorstand der Weiherer Feuerwehr. Jetzt war für ihn die Zeit gekommen, dass jüngere Leute Verantwortung übernehmen. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig sein bisheriger Stellvertreter Michael Reif gewählt.

Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Schadl wählten die Weiherer Feuerwehrleute eine neue Führung. Von links: Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kreisbrandmeister Marco Weiß, 2. Kommandant Philipp Birner, 1. Vorstand Michael Reif, Gerätewart Andi Losch, Kassier Sebastian Wendl, 2. Vorstand Tobias Schadl und 1. Kommandant Norbert Stangl. Nicht im Bild: Schriftführer Daniel Stiegler.
von Werner SchulzProfil
Nach langer Suche haben die Weiherer einen geeigneten Standort für ihr neues Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus gefunden. Es soll hinter dem Transformatorgebäude entstehen. Nach Aussage von Bürgermeister Falk besteht die Chance, dieses 2022 abzureißen. Kommandant Norbert Stangl, 1. Vorstand Michael Reif, Ortssprecher Karl Hanauer und Ex-Vorstand Gerhard Ott (alle von links) haben sich schon bisher engagiert in die Planungen eingebracht und werden dies auch weiter tun.

Das Personalkarussell drehte sich bei der Generalversammlung im Gasthaus Schadl. Für Jüngere Platz machen wollten auch Kassenwart Klaus Birner, der das Amt 30 Jahre innehatte, und der 2. Kommandant Manfred Heinrich. Sebastian Wendl wurde zum neuen Kassenverwalter gewählt, Philipp Birner zum 2. Kommandanten. Mit Michael Reifs Position als stellvertretender Vorsitzender wurde Tobias Schadl betraut.

Vor der Veranstaltung hatte man bei einem Gottesdienst in der Dorfkirche Mariä Opferung der verstorbenen Mitglieder gedacht. Den Berichtsreigen eröffnete Kommandant Norbert Stangl. Demnach wurde die Wehr 2019 dreimal alarmiert, musste aber nur zu einem Garagenbrand in Hirschau ausrücken. Um für Einsätze gewappnet zu sein, wurden sechs Übungen abgehalten. Nicole Ott, Andi Losch, Christoph Ott, Markus Hanauer und Philipp Birner haben die Truppmannausbildung absolviert, Philipp Birner zusätzlich den Lehrgang zum Gruppenführer. 2020 werde sich die Wehr wieder einer Leistungsprüfung unterziehen. Herzliche Dankesworte erntete Franz Reif, der der Weiherer Wehr 1969 beigetreten ist und 2019 sein 50. Jubiläum feiern konnte.

Gerhard Ott erinnerte an die Teilnahme an den Jubiläen in Seugast und Wolfsbach, das Johannisfeuer, die Kirwa und den Ausflug ins Altmühltal. Die 18 Jahre Vorstandstätigkeit haben ihm viel Spaß gemacht. Als Highlights nannte er die Sommernachts- und Kirchweihfeste, die Oldtimer-Shows und Ausflüge. Absoluter Höhepunkt sei das 100. Gründungsjubiläum im Juni 2007 gewesen. Es sei Zeit für einen Wechsel. Sein Stellvertreter Michael Reif sei bestens geeignet, seine Nachfolge anzutreten. Ott dankte allen, die ihn während seiner Amtszeit unterstützt haben. Bei der Amtsübergabe zähle die Wehr 45 aktive und 13 passive Mitglieder.

Bürgermeister Hermann Falk sparte nicht mit Anerkennung für die von Gerhard Ott, Manfred Heinrich und Klaus Birner erbrachten Leistungen. Sie hätten ihre Ehrenämter verantwortungs- und pflichtbewusst ausgeübt. Die Zusammenarbeit mit ihnen habe hervorragend geklappt. Der Bürgermeister unterstrich die Bedeutung der Feuerwehr für den Schutz der Bevölkerung. Sie übernehme zudem gesellschaftliche Aufgaben, die für den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft wichtig sind. Besonderes Lob zollte er der aktiven Nachwuchsarbeit. Sie sei die Basis dafür, dass die Weiherer Wehr ihre Aufgaben weiter erfüllen könne. Dank sagte Falk allen, die sich für die verschiedenen Ämter zur Verfügung stellten. Er hoffte auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit der neuen Mannschaft.

Dank und Anerkennung zollte auch Kreisbrandrat Fredi Weiß der Weiherer Wehr. Besonders galt dieser Gerhard Ott, Manfred Heinrich und Klaus Birner. Sie hätten vorbildliches Engagement gezeigt. Weiß hob die Besonderheit des ehrenamtlichen Dienstes hervor, den Feuerwehrleute leisten. Bei keinem anderen Ehrenamt werde das ganze Jahr hindurch Tag für Tag rund um die Uhr Einsatzbereitschaft verlangt.

Neue Gerätehaus geplant

Thema war schließlich der Bau des neuen Feuerwehr- bzw. Gemeinschaftshauses. Das alte 1959/60 erbaute, 1977 erweiterte und 2007 renovierte Feuerwehrhaus genügt heutigen Ansprüchen in vielerlei Hinsicht nicht mehr. Es verfügt weder über Toiletten, noch über einen Unterrichtsraum. Im November 2016 hatte man bereits einen Bauantrag für einen Neubau auf der jetzigen Übungswiese gestellt. Dieser wurde vom Wasserwirtschaftsamt abgelehnt, weil das Gelände als Überschwemmungs- beziehungsweise Pufferzone für den Fensterbach gilt. 2018 konnte nach intensiven Diskussionen ein Grundstück gefunden und die Entscheidung über den Standort getroffen werden. Für den Neubau existieren vier konkrete Entwürfe. Mit ihnen befasse sich ein eigens gegründeter Bauausschuss. Dessen Mitglieder seien gefordert, so Bürgermeister Falk, ihre Vorstellungen schnellstmöglich darzulegen, damit sie der Planer einarbeiten könne. Nach Falks Worten bestehe die Chance, das auf dem vorgesehenen Areal stehende Transformatorgebäude 2022 abzureißen.

Info:

Ergebnisse der Neuwahlen

1. Kommandant: Norbert Stangl; 2. Kommandant: Philipp Birner; 1. Vorstand: Michael Reif; 2. Vorstand: Tobias Schadl; Gerätewart: Andreas Losch; Kassenwart: Sebastian Wendl; Schriftführer: Daniel Stiegler; Kassenprüfer: Georg Ott und Werner Stiegler. Die Funktion des Hüttenwarts übernahm die Familie Stiegler.

Michael Reif kündigt an, die ausgeschiedenen Kameraden zu einem Danke-Essen einzuladen. 2020 werde man wieder an Jubiläumsumzügen teilnehmen, das Johannisfeuer und die Kirwa organisieren. Für den Anfang September geplanten Ausflug müsse man das Ziel erst noch festlegen.

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