Weiher bei Hirschau
02.07.2019 - 11:28 Uhr

Die Weiherer hom Kirwa

„Wer hot Kirwa? Mir hom Kirwa!“ So heißt es traditionell am ersten Juli-Wochenende in der am Fuße des Rotbühls gelegenen und zur Stadt Hirschau gehörenden Ortschaft Weiher. Im Jahr 2019 ist das nicht anders.

Die Kirwapaare der Ortschaft Weiher. Bild: u
Die Kirwapaare der Ortschaft Weiher.
Die Weiherer feiern aus gutem Grund seit 1838 am ersten Juli-Wochenende ihre Kirwa: Ihre Dorfkirche Mariä Opferung wurde am 9. Juli 1838 von Weihbischof Bonifatius geweiht. Die entsprechende Urkunde wurde bei der letzten Renovierung im Jahr 1995 durch Zufall im Altarstein des Hochaltars gefunden. Bild: u
Die Weiherer feiern aus gutem Grund seit 1838 am ersten Juli-Wochenende ihre Kirwa: Ihre Dorfkirche Mariä Opferung wurde am 9. Juli 1838 von Weihbischof Bonifatius geweiht. Die entsprechende Urkunde wurde bei der letzten Renovierung im Jahr 1995 durch Zufall im Altarstein des Hochaltars gefunden.
Der Volks- wie der Hochaltar der Weiherer Dorfkirche erstrahlen seit dem Abschluss der letzten Generalsanierung im Juli 1995 in neuen Glanz. Die Weiherer Dorfgemeinschaft hatte im Verlauf der Baumaßnahme über 2 000 unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet. Am Sonntag, 7. Juli, wird in der Kirche der Kirwa-Festgottesdienst gefeiert. Bild: u
Der Volks- wie der Hochaltar der Weiherer Dorfkirche erstrahlen seit dem Abschluss der letzten Generalsanierung im Juli 1995 in neuen Glanz. Die Weiherer Dorfgemeinschaft hatte im Verlauf der Baumaßnahme über 2 000 unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet. Am Sonntag, 7. Juli, wird in der Kirche der Kirwa-Festgottesdienst gefeiert.

Die Tradition der Weiherer Kirwa reicht weit zurück – bis zum Juli 1838, als die Dorfkirche Mariä Opferung durch Weihbischof Bonifatius eingeweiht wurde. Die entsprechende Urkunde wurde bei der letzten Renovierung im Jahr 1995 durch Zufall im Altarstein des Hochaltars gefunden. Seit 2009 findet das Brauchtumsfest auf dem Weiherer Sportplatz statt, veranstaltet von der Feuerwehr und den Weiherer Kirwaleit.

Die Helfer haben bereits am Donnerstag, 4. Juli, mit dem Flechten der Kränze für den Baum alle Hände voll zu tun. Am Freitag, 5. Juli, hilft das ganze Dorf zusammen beim Herrichten des Festplatzes und dem Zeltaufbau. Das Loch für den Baum wird von den Kirwaleuten mit der Hand ausgegraben.

Am Samstag, 6. Juli, beginnen für die Kirwaburschen und Mannsbilder des Dorfes die Festivitäten am frühen Morgen mit dem Einholen des Baumes, den die Weiherer Kirchenverwaltung gestiftet hat. Um 15 Uhr wird der bis dahin geschnitzte und von den Moidln geschmückte Baum auf dem Sportplatz aufgestellt. Mit dem Festbetrieb geht es um 20 Uhr los. Das Trio D'Boazn Briada sorgt mit Stimmungsliedern, Schlagern und bayerischen Tanzliedern für Stimmung. Die drei Burschen aus Amberg spielen wie alle anderen Gruppen ohne Verstärker. Die Kirwaleit bewirten die Gäste am Abend mit Bratwürstln und Steaks vom Grill.

Der Kirchweihsonntag, 7. Juli, beginnt mit einem Festgottesdienst, den Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann um 9 Uhr in der Dorfkirche Mariä Opferung zelebriert. Danach sind die Gäste zum Frühschoppen und zum Mittagstisch auf das Festgelände eingeladen. Höhepunkt des Nachmittags ist um 15 Uhr das Baumaustanzen. Darauf bereiten sich die Burschen und Moidln unter den Fittichen von Heimatpfleger Dieter Kohl aus Massenricht vor. Musikalisch begleitet werden die Paare von der Gruppe D’Allerscheynst'n. Danach ist ab 16 Uhr Alleinunterhalter Manuel Rahm am Keyboard bis in den Abend hinein für die Stimmungsmusik zuständig. Auf die Gäste warten zur Kaffeezeit von den Dorffrauen und Kirwamoidln gebackene Kuchen und Kücheln. Ab dem Spätnachmittag sind auch Grillgerichte zu haben.

Am Kirwamontag, 8. Juli, gibt es ab 11 Uhr Mittagessen. Besondere Einladung ergeht dazu an die Vertreter der örtlichen Behörden, Firmen und Vereine. Richtig rund geht es im Dorf dann ab 13 Uhr, dann sind die Paare zum Kirwabärtreiben unterwegs. Zum Endspurt spielen ab 19 Uhr D’Hopfenzupfer auf und begleiten um 19.30 Uhr das Austanzen der Kirwaliesl, bevor das Fest gegen 22 Uhr mit der Verlosung des Baumes durch das neue Oberkirwapaar seinen letzten Höhepunkt erlebt. Die Kirwaleit sind für jedes Wetter gerüstet. Die Festhalle wird wieder mit einem Zeltanbau versehen, die Bar in der Blockhütte eingerichtet.

 
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