Christoph Häring ist „Customer Trainer“ bei der BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH. Ein Eigengewächs des Weiherhammerer Unternehmens, das seinen Beruf von der Pike auf gelernt hat – in „seinem“ Unternehmen. Die Ausbildung zum „Produktionstechnologen“ hat der 21-Jährige auch bei der BHS Corrugated absolviert und am 30. Juni 2022 erfolgreich abgeschlossen. Eine Ausbildung, die der junge Mann nur wärmstens weiterempfehlen kann.
ONETZ: Herr Häring, wie genau läuft die Ausbildung zum „Produktionstechnologen“ bei BHS Corrugated ab?
Christoph Häring: Man beginnt erst einmal mit den Grundlagen in den Bereichen Metall und Elektronik. Während der Ausbildung erhält man dann immer wieder spezifischere Kurse durch unser eigenes Ausbildungszentrum, wie den Pneumatik-Grundkurs. Während der Ausbildung durchläuft man auch alle Abteilungen: Montage der Maschine, Büro-Tätigkeiten, Hilfe bei einem Serviceeinsatz, Unterstützung in der Qualitätssicherung etc.
ONETZ: Was hat Ihnen dabei am besten gefallen?
Die immer wieder abwechselnden Tätigkeiten haben mir sehr dabei geholfen, mich innerhalb meiner Ausbildung zu orientieren und den für mich idealen Beruf zu finden. So habe ich einerseits ein für mich interessantes Berufsfeld gefunden, aber auch viele wichtige Fähigkeiten in anderen Tätigkeiten gelernt, die ich nun auch für meinen Beruf einsetzen kann.
ONETZ: Was kann man nach der Ausbildung zum „Produktionstechnologen“ alles machen, welche beruflichen Möglichkeiten gibt es?
Die Ausbildung zum Produktionstechnologen gibt einem viele Freiheiten, in welche Richtung man sich entwickeln möchte, was bei vielen anderen Berufen vielleicht nicht möglich ist. Am Beispiel meiner Kollegen, die mit mir ausgelernt haben, sieht man, wie vielseitig und unterschiedlich wir uns entwickelt haben. So ist einer meiner Kollegen nun „Specialist Production Control“ und kümmert sich um die Belegung der Drehmaschine in der Fertigung und die Abnahme der Riffelwalzen durch den TÜV. Ein anderer Kollege hat sich als Mechaniker auf die Montage unserer neuen Digitaldruckmaschine, der DPU, spezialisiert. Oder eben mein Beruf, der sich auch nochmal sehr zu dem anderer Kollegen unterscheidet. Kurz gesagt: Jeder von uns konnte sein für sich perfektes Berufsbild finden.
ONETZ: Gibt es auch bei der BHS Corrugated Möglichkeiten zur Weiterbildung?
Die Weiterbildung ist in der BHS Corrugated gerngesehen und wird auch ohne Zögern gefördert. So ist es kein Problem, sich zum Meister weiterzubilden oder später etwa ein Studium zu beginnen. Da hat eben auch die Vielseitigkeit des Produktionstechnologen den Vorteil, dass man sich vielseitig weiterbilden kann – wie zum Industriemeister, Elektromeister oder Techniker. Ich selbst habe auch eine Weiterbildung begonnen und werde Fachwirt für Fertigungs- und Produktionsmanagement.
ONETZ: Seit Sie ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, arbeiten Sie bei der BHS Corrugated als „Customer Trainer“. Was kann man sich darunter vorstellen?
Wenn eine neue Wellpappenanlage oder Einzelmaschine beim Kunden anläuft, schule ich das Bedienpersonal, erkläre und zeige ihnen die Maschine. Zudem erkläre ich neue Funktionen und führe auch ganz neues Personal an diese heran. Ebenso wird die Maschine von uns „Customer Trainer“ spezifisch auf den Kunden eingestellt und nach dessen Wünschen angepasst. So überwachen wir auch die ersten Prozesstage und müssen darauf achten, dass wir qualitativ hochwertige Wellpappe bei möglichst hoher Geschwindigkeit produzieren.
ONETZ: Was sind die Vorzüge Ihrer Tätigkeit als „Customer Trainer“, was schätzen Sie am meisten daran?
Einerseits schätze ich die Abwechslung, dass eine Wellpappenanlage nie der anderen gleicht und es immer wieder eine neue Herausforderung ist, diese perfekt einzustellen. Ebenso macht es mir auch sehr viel Spaß, mit Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen zu arbeiten, da dies einem auch immer wieder neue Sichtweisen aufzeigt. Mein größter Benefit aber ist, dass ich Stück für Stück die Welt bereise und immer mal Zeit habe, mir die Länder und Städte anzuschauen – vor allem abseits des Tourismus, da geben einem die Kunden oft wertvolle Tipps.
ONETZ: Sie sind als „Customer Trainer“ sehr oft bei den Kunden, reisen viel. Ist man in diesem Berufsfeld immer auf Achse?
In meinem Beruf ist das so, das ist nicht anders möglich, aber für mich ist das deshalb der perfekte Beruf. Als Produktionstechnologe ist man allerdings nicht gezwungen zu reisen. So sind manche meiner Azubi-Kollegen gar nicht beim Kunden vor Ort, manche wiederum mit einem anderen Modell nur hin und wieder, aber nicht, so wie ich, dauerhaft. Welchen Weg man gehen möchte, darf jeder für sich entscheiden.









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