09.06.2021 - 11:45 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Dank Corona-Impfung sorgenfreier durch den Alltag

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Seit Dezember gibt es sie nun, die Impfung gegen das Coronavirus. Viele Oberpfälzer haben mittlerweile zwei Spritzen bekommen und den vollen Impfschutz. Sie erzählen, wie sich ihr Alltag dadurch verändert hat.

Siegfried Stark freut sich, dass er durch die Impfung wieder mehr Möglichkeiten hat.
von Autor SFTProfil

Freunde treffen, ohne Angst vor Ansteckung unter Menschen gehen, die Enkel sehen: Für immer mehr Menschen in der Oberpfalz wird das wieder zum Alltag. Sie haben ihre zweite Corona-Impfung erhalten und den vollen Impfschutz. So wie Madlen Steger, Krankenschwester im Bezirksklinikum Wöllershof. Sie bekam ihre erste Impfung am 30. Dezember, die zweite drei Wochen später. „Es fällt mir jetzt viel einfacher meine kranke Mama und Oma zu besuchen.“ Ihre Eltern sind krankheitsbedingt auch bereits einmal geimpft. „Man ist auf jeden Fall erleichterter als vorher, vor allem wenn dein Gegenüber auch schon geimpft ist.“ Auch sei es ein besseres Gefühl sich mit Kolleginnen zu treffen. Die 29-jährige Mutter eines zweijährigen Buben war bezüglich der Impfung erst sehr skeptisch und hat gezögert. „Man wusste ja nicht, welche Nebenwirkungen es geben könnte.“ Mittlerweile ist sie jedoch sehr froh darüber, so früh an der Reihe gewesen zu sein.

Weiterhin auf Abstand

„Für mich hat sich nichts geändert“, sagt dagegen eine 60-jährige Großmutter aus Weiherhammer, die anonym bleiben möchte. Sie hat ihre zweite Impfung am 1. April erhalten. „Ich halte weiterhin alle Vorsichtsmaßnahmen, wie Abstand halten und Maske tragen ein.“ Lediglich die Angst davor, sich anzustecken sei geringer, fügt sie hinzu. Auch beim Umgang mit ihren zwei Enkeln bleibe es wie gehabt. „Wenige Besuche und dann nur draußen.“

Die Großeltern Hilde und Siegfried Stark, ebenfalls aus Weiherhammer, haben ihre erste Impfung am 1. März und die zweite am 22. März erhalten. Seitdem hat sich der Alltag für das Ehepaar sehr verändert. Vor allem zu Beginn der Pandemie haben sie das Haus nicht verlassen. Für ihre Einkäufe haben sie den Lieferservice vom Supermarkt genutzt, für den sie sehr dankbar waren. Andere Besorgungen haben der Sohn und der Schwiegersohn erledigt.

Sorgenfrei in die Kirche

„Wir haben so lange drauf gewartet“, sagt die 83-Jährige erleichtert. Ihr 85-jähriger Mann leidet unter der schweren Lungenkrankheit COPD. Eine Ansteckung mit dem Virus hätte für ihn sehr schwere Folgen. „Die Impfungen haben wir sehr gut vertragen und können endlich wieder unter Leute“, freut sich Hilde. Vor allem ihre Enkel und andere Familienmitglieder haben sie im letzten Jahr sehr vermisst. Sie sind auch froh darüber, dass sie endlich wieder sorgenfrei in die Kirche gehen können. Außerdem ist das nächste Fest bereits geplant – wenn es wieder erlaubt ist natürlich. „Da hau ma drauf! Jetzt traun wir uns wieder!“, fügt sie lachend hinzu.

Die Situation am Impfzentrum in Weiden

Weiden in der Oberpfalz

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