20.08.2020 - 11:50 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Flachglaswerk: Verzögerung wegen Coronakirse

Der Straßenbau beginnt heuer, aber das Werk, zudem sie hinführt, wird erst 2021 gebaut. Die Rede ist vom Industriegebiet Weberschlag, in dem sich ein weiteres Flachglaswerk ansiedelt.

Direkt neben dem Floatwerk der NSG/Pilkington soll das neue Flachglaswerk auf dem 100 000 Quadratmeter großen Gelände entstehen. Weitere rund 120 Arbeitsplätze werden geschaffen. Der Baustart hat sich wegen Corona auf Anfang Januar verschoben.
von Siegfried BockProfil

Die Vergabe des Straßenbaus für das Industriegebiet "Weberschlag" steht bereits am. Die Stichstraße zur NEW 21 wird noch heuer gebaut. Der Spatenstich für den Neubau des Flachglaswerks erfolgt jedoch nicht, wie geplant im September, sondern im Januar 2021. "Die Verzögerung ist der Corona-Krise geschuldet", informierte Bürgermeister Ludwig Biller in der Sitzung am Dienstag vor sechs Zuhörern.

Wegen der unvermindert anhaltenden Bauplatznachfrage kündigte Biller für September den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans an. Das Siedlungsgebiet soll Richtung Mantel erweitert werden. Zurzeit würden Bodenproben erstellt. Spätestens 2023 sollen rund 100 Parzellen baureif sein.

Für die Dorferneuerung Kaltenbrunn sind die Planungen abgeschlossen. Die Ausschreibungen haben begonnen. Baubeginn ist noch in diesem Jahr, sagte der Gemeindechef.

Die Anfrage von Andreas Solter (SPD) in der letzten Sitzung, ob Kinder von BHS-Mitarbeitern im neuen Kindergarten, der 2021 von der ALIA GmbH gebaut wird, bevorzugt würden, und die klare Verneinung durch Geschäftsführer Severin Hirmer, werden wunschgemäß in die Niederschrift vom 21. Juli aufgenommen. Daniel Schweiger (SPD) reklamierte und berief sich dabei auf die Geschäftsordnung, dass er noch keine Antwort auf seinen Mai-Antrag auf Beendigung der Lindenbach-Säuberung in Kaltenbrunn erhalten habe. "Wegen nahe am Ufer stehender Holzhäuschen musste der Bagger abbrechen", erwiderte Hirmer.

Fehlende Toilettenhäuschen am Baggerweiher monierte Jürgen Oheim (SPD). Er bemängelte zudem, dass trotz Absperrung der Fußweg mit Quads und Motorrädern befahren werde. "Wir können als Gemeinde die erforderlichen Hygieneschutzmaßnahmen aufgrund von Corona nicht gewährleisten" erwiderte zweiter Bürgermeister Severin Hirmer (CSU). Im Übrigen kündigteer für 2021 eine neue Regelung für die Nutzung des Badeweihers an.

Ein neues Zeichen von Transparenz setzte Bürgermeister Biller mit der Bekanntgabe von Beschlüssen aus der nichtöffentlichen Mai-Sitzung: Die Gemeinde befürwortet und unterstützt den Antrag der ALIA GmbH, Weiden, im Rahmen der Förderrichtlinie des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zur "PflegesoNAH – pflegerische Versorgung im sozialen Nahraum". Für den das ALIA-Areal durchkreuzenden Teil der Birkenstraße soll in Absprache mit den Vorhabenbeteiligten eine einvernehmliche Lösung gefunden werden, so dass die Arealbebauung nicht behindert wird.

Ferner beteiligt sich die Gemeinde am Förderprogramm "Kommunen innovativ". Bevollmächtigt wurde Bürgermeister Biller zum Abschluss der Vereinbarung zwischen Gemeinde und Landkreis beziehungsweise Staatlichem Bauamt Amberg-Sulzbach für die Errichtung einer neuen Zufahrt zur NEW 21 für das Industriegebiet "Weberschlag". Den Auftrag für die Planung zum Umbau und temporären Umnutzung eines Teilbereichs der Grundschule für eine Kindergartengruppe erhielt das Architekturbüro Schönberger.

Die Dienstaufwandsentschädigung des berufsmäßigen Ersten Bürgermeisters wird ab 1. Mai 2020 mit 580,65 Euro festgesetzt. Der zweite Bürgermeister erhält monatlich 300 Euro, der dritte 250 Euro. Für die Vertretung des ersten Bürgermeisters bekommen die Stellvertreter ab dem ersten Vertretungstag 1/30 der Mindestentschädigung eines ehrenamtlichen ersten Bürgermeisters mit 3001 bis 5000 Einwohnern. Die Fraktionsvorsitzenden erhalten monatlich 15 Euro. Herbert Rudolph wird ein freiwilliger Ehrensold von 128,90 Euro gewährt.

An die Katholische Kirchenstiftung wird ein 50-prozentiger Zuschuss von 18.949 Euro für die Erweiterung der Urnengrabanlage im Friedhof überwiesen. Der Gemeinderat befürwortet den Antrag auf Ersatzbeschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Marktfeuerwehr Kaltenbrunn. Die jährliche Entschädigung beträgt für den ersten und zweiten Gerätewart, ersten 1. und 2. Atemschutzgerätewart sowie 1. Und 2.Jugendwart jeweils 150 Euro. Die Arbeit der Kinderfeuerwehr wird mit jährlich 200 Euro gefördert.

Mehr zum Industriegebiet Weberschlag, das rasant wächst

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