05.03.2020 - 12:23 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Weiherhammer: Industriegebiet „Weberschlag“ ist gesichert

Erleichterte Gesichter bei der Beurkundung des Grundstücksankaufs durch Notar Markus Pflieger. Der Kauf durch die Gemeinde Weiherhammer macht den Weg für die Bebauung des rund 18 Hektar großen Areals im Industriegebiet „Weberschlag“ frei.

Erfreulicher Notartermin für die weitere Entwicklung des Industriestandorts: (hinten von links) Bauamtsleiter Michael Klein, Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger, Notar Markus Pflieger (sitzend von links) Sachgebietsleiter Erich Rauscher und Bürgermeister Ludwig Biller.
von Siegfried BockProfil

Der Vertrag setzte am Dienstag den Schlussstrich unter eine lange Prozedur bis zum Erwerb. „Bereits im September 2018 hat die Gemeinde vorausschauend und nach intensiven Verhandlungen mit den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) die ersten Verträge zur Freigabe der zukünftigen Wohn- und Gewerbeflächen unterschrieben“, erklärte Bauamtsleiter Michael Klein. Den Gemeindeverantwortlichen sei es gelungen, dabei nicht auf den Gemeindewald in Kaltenbrunn zurückgreifen zu müssen. „Denn ohne diese Freigabe können die Forstflächen durch den Freistaat nicht veräußert werden“, bemerkte Klein.

Gleich danach wurde in kürzester Zeit der Bebauungsplan des Industriegebiets an die Neukonzeption angepasst und das Erwerbsverfahren beim Freistaat beantragt. Abgewickelt wird der Erwerb durch die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) in Regensburg. Vertreten wird diese in der Oberpfalz durch Sachgebietsleiter Erich Rauscher. Dem Erwerb zustimmen muss über das Bauministerium der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags.

Ausdrücklich betonte Klein die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, den BaySF und der IMBY. So wurden bereits die Ankäufe für mehrere Bauabschnitte in den Wohn- und Gewerbegebieten gemeinsam erfolgreich abgewickelt. Die Bearbeitung durch Rauscher sei stets von einer absoluten Verlässlichkeit geprägt. Rauscher gibt das Kompliment gerne an die Gemeinde zurück, da die eingereichten Unterlagen immer eine „herausragende Qualität“ aufweisen. Rauscher: „Im Gegensatz zu vielen anderen Behörden gibt es an beiden Stellen noch Kontinuität beim Personal, was die Zusammenarbeit erleichtert und beschleunigt.“

Weiherhammer

Trotz der vorhandenen Erfahrung und den frühestmöglichen Vorbereitungen für den Grunderwerb konnte jedoch erst aufgrund der Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister Ludwig Biller und Landtagsabgeordnetem Stephan Oetzinger sowie dessen guten Kontakten zu den zuständigen Ministerien ein für die Erschließung in 2020 notwendiger Beschluss des Haushaltsausschusses noch im Februar herbeigeführt werden. „Eine spätere Entscheidung hätte die Erschließung mit den engen Zeitfenstern für die einzelnen Gewerke stark verzögert“, bemerkte Rathauschef Biller. Er dankt deshalb Oetzinger für seinen Einsatz und unterstreicht dabei, „dass der Erwerb ein langwieriger Kraftakt war, der letztendlich nur durch das Zusammenspiel aller Beteiligten gelungen ist.“ Damit stehe nun dem Weiterverkauf der Grundstücke an die Flachglas-Gruppe sowie an einen Logistiker nichts mehr im Wege. Beide hätten im Vertrauen auf den erfolgreichen Ankauf der Gemeinde enorme Vorleistungen in die Planung ihrer Vorhaben gesteckt, sagte Biller. Für das Projekt der Flachglas-Gruppe liegt sogar bereits der Bauantrag zur Genehmigung am Landratsamt. Biller sieht einem Spatenstich für die anstehenden Bau- und Erschließungsmaßnahmen mit Freude entgegen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.