18.09.2020 - 10:59 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Gemeinde Weiherhammer: Mehr als 80 Anfragen von Bauwilligen

Die Nachfrage nach Baugrund hält an. Deshalb bringt der Gemeinderat Weiherhammer den Bebauungsplan "Am Bildbaum 8" mit 114 Parzellen auf den Weg.

Westlich von Weiherhammer und an das Wohngebiet anschließend sollen weitere 114 Bauplätze (rote Markierung) entstehen.
von Siegfried BockProfil

"Alle in gemeindlicher Hand befindlichen Baugrundstücke sind vergriffen", informierte Bürgermeister Ludwig Biller. Gleichzeitig seien private innerörtliche Bauflächen nachverdichtet oder lange brach liegende Grundstücke mittlerweile bebaut worden. Bei den wenigen Restflächen in privater Hand bestehe weder eine Baupflicht noch eine Zugriffsmöglichkeit der Gemeinde.

Mehr als 80 Anfragen von Bauwilligen liegen vor. Beabsichtigt ist, 2023 im ersten Abschnitt mit 70 Parzellen zu beginnen. Für Biotop und Regenrückhaltebecken würden Flächen freigehalten, sagte Biller. Der räumliche Geltungsbereich befindet sich südlich der GVS Weiherhammer-Mantel, westlich der Bebauungspläne "Am Bildbaum 5 und 6" und nördlich des Grundstücks 326 der Gemarkung Röthenbach. Die Erweiterung soll als allgemeines Wohngebiet festgesetzt werden. "Die von Anwohnern am "Dürren Schlag" lang gewünschte Anbindung von der GVS Mantel her wird kommen", bemerkte der Rathauschef.

Das Büro TNL Umweltplanung habe bereits eine artenschutzrechtliche Vorabschätzung angegeben und mit der Unteren Naturschutzbehörde besprochen. Demnach sei eine Beeinträchtigung von Brutvögeln, Fledermäusen und Zauneidechsen durch das Baugebiet möglich. Die Erweiterung des Wohngebiets in einer sogenannten artenschutzrechtlichen Prüfung sei vertieft zu prüfen.

CSU-Fraktionssprecher Julian Kraus nannte es erfreulich, "dass wir wieder Bauland bekommen, denn es sind viele Einheimische unter den Interessenten." Für Rainer Vater (SPD) ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Fraktionskollege Andreas Solter bat, auch an Wohnungen für junge Familien zu denken. "Die Überlegungen sind da zur sinnvollen Integration von Mehrfamilienhäusern", erwiderte der Sitzungsleiter.

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Ohne Gegenstimme beschloss das Plenum die neugestalteten, im 90-Grad-Winkel zur Hauptstraße liegenden Parkplätze am Raiffeisenplatz werktags zwischen 8 und 18 Uhr auf eine Stunde Parkdauer zu beschränken. Julian Kraus wies darauf hin, dass die 30-kmh-Beschränkung in der Hauptstraße im Bereich Rathaus/Hotel Witt nicht klar Beginn und Ende definiere. Weshalb eine Änderung durch Beschilderung vorzunehmen sei.

Die Aufgeschlossenheit gegenüber dem Neubau eines Tierheims in Weiden unterstützt die Gemeinde mit einem jährlichen Investitionsbeitrag von 2671 Euro. Zur Aufstellung von großen Insektenhotels durch den Naturpark Oberpfalz seien alle Ortsteile bereit, informierte Biller.

Die Geschwindigkeits-Überprüfung in der Ahornstraße brachte ein erfreuliches Ergebnis: Nur vier von 555 Autofahrern fuhren in der Zone 30 schneller als 50 km/h. Rainer Vater monierte die gefährliche Situation für Kinder am Zugang zum Kinderhaus wegen der Baumaschinen in der Barbarastraße. Biller: Die Rückseite (Heimweg) müsse als Feuerwehrzufahrt freibleiben. "Es gab keine andere Möglichkeit", bat er um Verständnis und dankte besonders auch den Anwohnern.

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