24.01.2020 - 15:08 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

SPD lobt ehrenamtlichen Einsatz

Vertreter nahezu aller Organisationen der Gemeinde versammeln sich im Hallenbad. Das traditionelle Vereinsgespräch des SPD-Ortsvereins dreht sich um die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements. Ein "Ehrenamtler" wird besonders geehrt.

Stellvertretend für alle, die das Ansehen der Gesellschaft verdienen, ehrt die SPD Hans Heibl. Dazu gratulierten Mirko Bertl, Johanna Krauß und Rainer Vater (von links).
von Siegfried BockProfil

„Mit dieser Einladung wollen wir Dank sagen für die ehrenamtliche Tätigkeit und mit ihnen ins Gespräch kommen“, betonte Vorsitzende Johanna Krauß im Jugendraum des Hallenbads. Alljährlich ehrt die SPD einen Vereinsvertreter für besondere Verdienste oder langjähriges Wirken. Dieses Mal ging die Auszeichnung an den Vorsitzenden des FC-Bayern-Fanclubs, Hans Heibl. Rainer Vater hielt die Laudatio und beschrieb den „Heibl-Jim“, wie ihn jeder kennt, mit persönlichen Worten und zeichnete sein Wirken und Engagement in einer Zusammenfassung seiner mehr als 30-jährigen Tätigkeit auf. Außer seinen langjährigen Mitgliedschaften in vielen Vereinen habe Heibl für den Fanclub so manchen "Aufreißer" organisiert und bekannte Fußballer wie Hansi Pflügler, Raimond Aumann und Sven Ulreich nach Weiherhammer geholt. Zum 20-jährigen Jubiläum gastierte die AH-Elf des FC Bayern und zum 25-Jährigen spielte die Spider Murphy Gang auf.

In einem Referat ging Vater auf das Ehrenamt ein. Ehrenamtliches Engagement habe eine große Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und dieser sei unerlässlich für gesellschaftliche Integration, Wohlstand, das kulturelle Leben, stabile Strukturen und soziale Bindungen. „Ihr fördert diese Grundwerte Zusammenhalt, Teamarbeit, Toleranz und Wertschätzung gegenüber anderen. Euch ist es mit zu verdanken, dass Wohnorte, Gemeinden und Städte attraktiv bleiben oder gemacht werden“ unterstrich Vater. Den SPD-Verantwortlichen im Ort sei schon immer die Unterstützung und Entlastung der Vereine, Feuerwehren und Institutionen wichtig gewesen. „Mein Appell an den Staat ist daher, seine individuelle Wahrnehmung dieses Rechts durch geeignete Rahmenbedingungen zu ermöglichen“ so Vater. Es müssten andere Formen von Aufwandsentschädigung, Freistellung, Ehrenamtskarte und -pauschale oder der Anerkennung geschaffen werden. Steuererleichterung für Vorstände, Entlastung der Vereine bei Bürokratie, auch finanzielle Angelegenheiten anders bewerten und vieles mehr müsse möglich gemacht werden, um das Ehrenamt noch attraktiver werden zu lassen; „denn ohne Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft sehr arm dran.“

Laut Vaters Information engagierte sich in Deutschland zwischen 16 und 41 Prozent der Mitbürger im Ehrenamt. Umgerechnet auf die Gemeinde wären das bei 16 Prozent schon 640 Personen. „Die Zukunft vor Ort wird durch euch gestaltet. Ihr könnt stolz auf eure Arbeit sein, denn zum großen Teil bestimmt ihr, was unsere Gemeinde lebens- und liebenswert macht.“ Beide SPD-Ortsvereine und er als Bürgermeisterkandidat bedanken sich recht herzlich für die von der Freizeit geopferten, geleisteten unzähligen Stunden in allen Ortsteilen.

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