17.07.2019 - 16:47 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Auch nach Strukturwandel noch immer führend

Hoher Besuch bei der Arbeitsagentur Weiden und bei Pilkington in Weiherhammer. Die Nummer Zwei im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, Daniel Terzenbach, besucht die Region.

BA-Vorstand Daniel Terzenbach (Mitte) wird von Pilkington-Werksleiter Reinhold Gietl (links) durch den Betrieb geführt. Mit dabei auch Arbeitsagenturchef Thomas Würdinger
von Siegfried BühnerProfil

Erst seit März dieses Jahres ist Daniel Terzenbach operativer Vorstand der Bundesagentur für Arbeit und damit verantwortlich für knapp Hunderttausend Mitarbeiter.

Arbeitsagenturchef Thomas Würdinger ist es gelungen, ihn zum Agentur- und Betriebsbesuch in die Region zu holen. "Wir suchen Best-Practice-Beispiele für Betriebe, die auch nach einem Strukturwandel noch immer führend sind", sagte Terzenbach. Wie dieses Kunststück gelungen ist, schilderte Pilkington-Werksleiter Reinhold Gietl: "Wir müssen stets etwas Neues bieten, was die Konkurrenz noch nicht geschafft hat." Gietl nannte etwa das reflektionsfreie Glas. Heute ginge es auch um Produkte für die Elektroautos.

Die Konkurrenz um Fachkräfte bestehe Pilkington durch eigene Ausbildung aber auch durch enge Bindung der Mitarbeiter an den Betrieb. Außerdem verwies er auf das hohe Pflichtbewusstsein seiner Arbeitnehmer. Auch Frauen spielten im Personalkonzept eine wichtige Rolle Pilkington-Personalleiter Marco Götz berichtete von umfangreichen Investitionen in die Weiterbildung seiner Arbeitnehmer. Viele Arbeitnehmer aus Tschechien seien längst integriert und jetzt gehe es um die Eingewöhnung von Flüchtlingen.

"Die Globalisierung erfordert von uns immer ganz vorne zu sein" kommentierte Terzenbach dies. Dann stellte er strategische Ausrichtungen der Bundesagentur vor. Dazu zählt er die Gewinnung von Frauen für die MINT-Berufe, was "in den verschiedenen Regionen völlig unterschiedlich funktioniere". Von allmählichen Bremsspuren im Abbau der Arbeitslosigkeit bleibe der Fachkräftemangel unberührt. Deswegen komme der innerbetrieblichen Qualifizierung eine so große Bedeutung zu, erläuterte Terzenbach. Wörtlich fragte er aber auch: "Wie kriegen wir in das Arbeitswelt stärker das Thema Inklusion umgesetzt?" Gietl hatte dem Besucher vorher vom Einsatz hochmotivierter HPZ-Irchenrieth-Mitarbeiter auf dem Werksgelände berichtet.

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