06.02.2020 - 15:30 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

In Thansüß muss man bei der Feuerwehr sein

Die Feuerwehr arbeitet ehrenamtlich auf hohem Niveau und baut auf reichlich Nachwuchs. Ein 24-köpfiger Festausschuss bereitet jetzt das 150-jährige Jubiläum vor.

Die Thansüßer Feuerwehr ist stolz auf ein Dutzend Jugendliche. Einige erhalten bereits Leistungsabzeichen. Dazu gratulieren auch Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kreisbrandinspektor Martin Schmidt, Kreisbrandmeister Marco Weiß und zweiter Bürgermeister Helmut Klier.
von Siegfried BockProfil

Thansüß. (bk) "Wir sind schon in der Endphase der Planung für die Festtage vom 28. bis 30. Mai 2021", sagte Vorsitzender Philipp Grünbauer in der Hauptversammlung. Dass es im 500-Seelen-Dorf zum guten Ton gehört, bei der Feuerwehr zu sein, drückt sich in 130 Mitgliedern aus.

Grünbauer meldete sechs Neuaufnahmen. Noch am Abend trat Ben Stock als weiterer Jugendlicher bei. Bei elf Festlichkeiten und zwei Turnieren habe man Eigenwerbung betrieben. Hinzu kamen neben zehn Sitzungen das Sommer- und das Oktoberfest der Festdamen, die Ausrichtung der Kirwa, die Beteiligung am Freihunger Weihnachtsmarkt und der Christbaumverkauf mit Dorfweihnacht.

Von einer Verdoppelung der Einsätze auf 16 mit 71 Stunden berichtete Kommandant Markus Dreyer. Davon waren 11 Brände. 38 Dienstleistende, darunter sieben Atemschutzträger, absolvierten 16 Übungs- und Ausbildungseinheiten. Dennis Espach, Jacob Kummer, Moritz Lobenhofer und Timo Seidl legten die Prüfung für das MTA Basismodell ab. Marie-Sophie Blind besuchte als erste den CSA-Lehrgang. Für April kündigte Dreyer eine THL-Leistungsprüfung an.

85,5 Stunden Unterrichts- und Übungsabende hätten gezeigt, "dass die Jugend motiviert ist und Spaß an der Feuerwehr hat. Darauf können wir stolz sein", betonte Jugendwartin Marie-Sophie Blind auch im Namen von Vanessa Braun. Bei der 24-Stunden-Übung wurden die jungen Einsatzkräfte im Zwei-Stunden-Takt verschiedenen Fahrzeugen zugeteilt. Weitere Szenarien wie Tier in Notlage, austretendes Gas, vermisste Person am Strobelweiher oder das Ausleuchten eines unter den Traktor geratenen Landwirts gehörten zum Ablauf. Auch Freizeit war mit dem Bau eines Schwimmbeckens, Brettspielen und Fußball geboten. Die Nachtruhe wurde jedoch von einem realen Einsatz unterbrochen.

Größter Ausgabenposten bei der Feuerwehr war die Ausstattung des Florianstüberls, informierte Jonas Wurzer. Dennoch verbuchte die Wehr dank der eigenen Veranstaltungen einen satten Gewinn von rund 2900 Euro und somit eine Stabilisierung des Guthabens. Die Erhöhung des Jahresbeitrags von 6 auf 10 Euro – die letzte Anpassung war 2002 erfolgt – ging ohne Gegenstimme über die Bühne. Schüler, Jugendliche und Azubis sowie Mitglieder über 60 Jahren bleiben weiterhin beitragsfrei.

„Alle Achtung vor dieser aktiven Wehr mit ihrer starken Jugendgruppe“ zollte zweiter Bürgermeister Helmut Klier seine Anerkennung und dankte Führungsleuten und dem HvO sowie für die kulturellen Beiträge. Klier plädierte für eine landkreisübergreifende Alarmierung des HvO. Hier sah Kreisbrandinspektor Martin Schmidt derzeit noch ein technisches Problem, weil der Standort in Kaltenbrunn sei. Man könne der Leitstelle deshalb keinen Vorwurf machen.

Schmidt zeigte sich beeindruckt von den Rechenschaftsberichten und dankte den Jugendwarten für die super Arbeit. "Vegetationsbrände werden uns auch künftig fordern und beschäftigen. Dabei ist die Unterstützung der Landwirte mit ihren großen Güllefässern wichtig" bemerkte Schmidt.

Leistungsabzeichen:

Die Bayerische Jugendspange in Gold erhielten Enny und Nick Forster sowie Jannik Seidl. Den Wissenstest Silber legte Jannes Prölß ab, den in Bronze bestanden Michael Janner und David Prölß. (bk)

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