15.05.2019 - 10:04 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Wasser wird teurer

Kaltenbrunn hat einen eigenen Tiefbrunnen und kommt nach wie vor ohne Fremdbezug aus. Deshalb fällt die Erhöhung der Wasserverbrauchsgebühr moderat aus.

von Siegfried BockProfil

Zur Deckung der betriebswirtschaftlichen Kosten für die Wasserversorgungsanlage Kaltenbrunn sind nach Berechnungsergebnissen - die letzten waren 2013 - Gebührenanpassungen notwendig, bemerkte Bürgermeister Ludwig Biller am Dienstag vor zehn Zuhörern.

Der Kubikmeterpreis steigt demnach um 17 Cent von 1,38 auf 1,55 Euro. Für einen Zähler der Größe 2,5 beträgt die Grundgebühr 25,31 Euro, bisher 10 Euro. "Wie liegen wir im Landkreis im Vergleich?", wollte Wolfgang Braun (SPD) wissen. "Im unteren Drittel", erwiderte Bürgermeister Biller. Auch die vermehrten Rohrbrüche hätten zur Erhöhung beigetragen. Insgesamt gesehen werde der Verbraucher nicht mehr belastet, wenn man die Abwassergebühren-Senkung hinzuziehe. Die Schmutzwassergebühr im Gemeindegebiet sinkt nämlich von bisher 1,18 Euro pro Kubikmeter auf 0,88 Cent, die Niederschlagswasser-Gebühr von bisher 30 auf 27 Cent.

Der Gemeindechef bejahte die Frage von Christian Biller (parteilos), ob die Senkung auf die gute Arbeit zurückzuführen sei. "Wie läuft die Kontrolle der versiegelten Flächen im Gemeindegebiet?" Auf diese Frage von SPD-Sprecher Rainer Vater antwortete der Rathauschef: "Wir sind darauf angewiesen, dass der Bürger seiner Flächen-Meldepflicht nachkommt." Beide Satzungsänderungen beschloss das Gremium einstimmig.

Abgesegnet wurde auch der Vertragsabschluss zur Übertragung der technischen Betriebsführung für die Wasserversorgung Kaltenbrunn auf den Zweckverband Mantel-Weiherhammer. Wolfgang Braun plädierte für die Aufnahme der Instandhaltung und Reinigung der Betriebsstätten mit dem dazu gehörenden Außenbereich.

Mit einem Überschuss von 3455 Euro endete die von der Geschäftsführung des Kinderhauses St. Barbara im Auftrag der Katholischen Kirchenstiftung vorgelegte Abrechnung des Haushalts 2018. Der erwirtschaftete Betrag soll bei der Kirchenstiftung zur besseren Liquidität verbleiben und einem Defizit der kommenden Jahre angerechnet werden. Zustimmung fand auch der Haushaltsplan 2019. Bürgermeister Biller meinte dazu: "Es wird dort hervorragende Arbeit geleistet."

Um sicherzustellen, dass die äußerst knapp bemessene Herstellungsfrist bis Ende Oktober eingehalten werden kann, ermächtigte das Gremium den Bürgermeister zur Vergabe der Arbeiten für die Streugutlagerhalle an den wirtschaftlichsten Bieter. Der Auftrag umfasst die Zimmer-, Betonbau- und Tiefbauarbeiten. Die Vergabe soll nur erfolgen, wenn die Angebotssumme im Umfang des freigegebenen Budgets der Kostenschätzung von 325 000 Euro liegt. Den Auftrag zur Sanierung von Rissen in Asphaltbelägen erhielt die Firma ABS-Meiller aus Wernberg-Köblitz zum Preis von 72 Cent je Laufmeter. Zur Einhaltung des Haushaltsansatzes werden heuer 20 Kilometer, 2020 die restlichen 10 km im Gemeindebereich saniert.

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