04.06.2020 - 13:23 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Zu wenige Kindergartenplätze: Weiherhammer erwägt Übergangslösung

Die Anmeldezahlen für Kindergartenplätze übersteigen die Kapazität des 2015 eröffneten Kinderhauses St.Barbara. Die Lage ist angespannt. Die Eltern haben für Absagen durch die Katholische Kirchenstiftung als Träger wenig Verständnis.

Die Eltern sind verärgert. Krippen und Kindergartenplätze gibt es in Weiherhammer zurzeit nicht für jedes Kind. Deshalb soll es nun eine Übergangslösung geben. Die Gemeinde erwägt bis zu einem Neubau eines Kindergartens die Grundschule als Unterbringungsmöglichkeit nutzen.
von Siegfried BockProfil

"Wir bedauern dies sehr, da uns das Wohl unserer Kinder am Herzen liegt und sehen uns als Gemeinde weiter in der Pflicht, eine Lösung zu finden", heißt es nun in der Stellungnahme des Bürgermeisters Ludwig Biller. Seit Bekanntwerden der erfreulichen Geburtenzahlen mit Aufwärtstrend in der Gemeinde würden verschiedene Modalitäten zur Abdeckung des Bedarfs an Krippen- und Kindergartenplätzen untersucht.

"Leider", so Biller, "scheiterte eine anfangs ins Auge gefasste bauliche Erweiterung des bestehenden Kinderhauses mit Neugründung von weiteren Gruppen an kirchenpolitischen Entscheidungen aus Regensburg". Besonderer Dank gebühre deshalb Pfarrer Varghese Puthenchira, der Kirchenverwaltung und Kinderhausleitung. "Alle Verantwortlichen waren und sind stets bemüht, eine tragfähige Lösung mit der Gemeinde zu finden", verdeutlicht Biller.

Er bedauerte, dass alle bisher fokussierten Lösungsansätze aus verschiedensten Gründen missglückt seien. "Ziel ist es nun, nach bereits erfolgter Abstimmung mit dem Gemeinderat ein weiteres Kinderhaus im Rahmen des Alia-Konzepts zu verwirklichen. Seit den konkreten Planungen hierfür sind wir bemüht, eine Übergangslösung für die Bedarfsplanung zu ermöglichen, bis auf dem 14000 Quadratmeter großen Areal ein Neubau realisiert werden kann."

Biller sieht eine Möglichkeit, einige Gruppen vorübergehend in der Grundschule unterzubringen. Für diesen Ansatz lägen bereits Pläne zur baulichen und konzeptionellen Umsetzung vor, von der die Kindergartenkinder kurzfristig, und die Grundschule auch langfristig profitieren würden.

Bisherige Gespräche mit den Verantwortlichen der Schule, Pfarrei, des Jugendamts und Planungsbüro seien sehr zufriedenstellend verlaufen. Auch die Diözese sehe auf Nachfrage der örtlichen Kirchenstiftung in dieser Gangart eine sinnvolle Lösung und habe Zustimmung signalisiert. "Sie alle sind an einer schnellen Lösung interessiert", sagt der Gemeindechef. Sobald es hier zu einer Klärung aller relevanten Punkte komme, könnten die notwendigen Umbaumaßnahmen starten, "so dass wir zeitnah die fehlenden Plätze zur Verfügung stellen werden", erklärt Biller. Zugleich bittet er um Verständnis, zum jetzigen Zeitpunkt keine definitiven Daten nennen zu können. Biller: "Wir werden die betroffenen Familien immer umgehend über weitere Entwicklungsschritte informieren und sind zuversichtlich, dass wir eine adäquate Übergangslösung sowie eine nachhaltige Dauerlösung zur sicheren Abdeckung des Bedarfs an Krippen- und Kigaplätzen in Weiherhammer schaffen."

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