21.02.2020 - 12:53 Uhr
Weihermühle bei NeusorgOberpfalz

Bebauungsplan Weihermühle erfolgreich geändert

Ein Bauwerber, der außeralb des aktuellen Geltungsbereich ein Wohngebäude errichten möchte, brachte eine Änderung des bestehenden Bebauungsplan zur Abstimmung. Ein Grüngürtel und neue Dachneigungen werden ergänzt!

Der Plan zeigt die Änderungen des Bebauungsplanes Weihermühle dem Bauwerber im Südwesten kann dadurch Baurecht erteilt werden. Deutlich zu sehen auch der Grüngürtel der einen landschaftlichen Abschluss hin zu den Höllbachauen bieten soll und vom Landratsamt als ökologisch notwendig eingestuft wurde.
von Oliver BecherProfil

Neusorg (obe) Zu Beginn der letzten Gemeinderatssitzung, gedachte das Gremium des ehemaligen Pfarrers Josef Losch, der im Jahre 1944 durch das NS Regimes hingerichtet wurde. Bürgermeister König hatte im Vorfeld die Stationen des Geistlichen der auch in Neusorg wirkte geschildert. Zum Gedenken an den Geistlichen erhoben sich alle anwesenden Gemeinderäte zu einer Gedenkminute.

Im nächsten Tagesordnungspunkt befasste sich der Gemeinderat mit der zweiten Änderung des Bebauungsplans „Weihermühle“. Der bestehende Geltungsbereich umfasste in seiner ursprünglichen Form 19 Parzellen. Architekt Günther Lenk stellte seine Entwurfsfassung vor. Wie der Planer ausführte sei die Änderung bedingt durch einen Bauwerber nötig geworden, der auf Privatgrund außerhalb des überplanten Areals eine Bauvoranfrage stellte. Bereits im Vorfeld waren zwei Termine im Landratsamt Tirschenreuth nötig um einzelne Punkte abzuklären und die Planung aus den 2000er Jahren den heutigen Bestimmungen anzupassen. Als grundsätzlich erschlossen könne das Grundstück, betrachtet werden, jedoch bedarf es einer privaten Zufahrtsstraße welche aus einem Wendehammer abgeht. Hier soll das Wenden von Entsorgungsfahrzeugen, Lieferverkehr oder Winterdienst ermöglichen werden. Der Durchmesser hierfür beträgt 18 Meter. Als Einspruch von Seiten des Landratsamtes kam auch die Errichtung eines Grüngürtels mit einer Tiefe von 7 Metern. Dieser umfasst den gesamten Geltungsbereich entlang des Höllbaches einschließlich der restlichen Ortsrandflurstücke.

Des weieteren sahen es die Verantwortlichen des Landratsamtes als nicht ortsrandüblich an, wenn die talwärts gelegene Außenwandhöhe hier die 10 Meter Grenze überschreiten würde. So einigte man sich auf eine maximale Bebauungshöhe von 9 Metern bei Unter-, Erd- mit einem Obergeschoß. Letzte Anmerkung der Bauplaner im Landratsamt war dann auch, die Anpassung des Bebauungsplanes an moderne und aktuelle Gesichtspunkte des derzeitigen Baustils zu erreichen im Sinne eines ländlichen allgemeinen Wohngebiet. Wie Architekt Lenk dahingehend ausführte, sei er diesem Anregen nachgekommen und habe die Dachneigung von einem Neigungswinkel von 22-48° erweitert. Bürgermeister König dankte dem Planer für seine Arbeit, er wusste auch von kritischen Bewertungen des Landratsamtes, dennoch soll das Baurecht bestehen bleiben.

Dr. Günther Fütterer von der CSU dankte Lenk für seine Ausführungen. Es wichtig ier noch die Parzelle zu schaffen und auch das Baurecht zu ermöglichen. Er fragte nach hinsichtlich des Grüngürtels wer denn für das Anlegen und die Pflege zuständig sei. Lenk führte dazu aus, das die Errichtung des Grüngürtels auf Privatgrund verwirklicht werden soll, und dahin gehend auch heimische Gehölze Verwendung finden sollen. Da sei das Landratsamt kompromisslos gewesen. Er selbst halte den Grüngürtel auch in seiner Größe und Länge als eine guten Abschluss zur ländlichen Struktur und eine entscheidenden Beitrag zum ökologischen Grundtenor der Gesellschft. Bürgermeister König führte hierzu aus das der Grüngürtel auch erst wachsen müsse und nicht Atak hergestellt werden müsse. Dieter König von der SPD dankte dem Bürgermeister als auch dem Architekten für die nicht leichten Gespräch am Landratsamt. Ferner galt sein Dank auch der Verwaltung, er freue sich dass dem Bauwerber Baurecht erteilt werden kann. Ernie Bühl, von den Freien Wählern, fragte nach ob den eine Breite von 7 Metern tragbar sei, da es auf Privatgrund entstehe. Lenk verwies nochmals auf die Forderungen der Baubehörde im Landkreis. Auch sie es als erfreulich an, dass nun neben Neusorg und Riglasreuth auch in Weihermühle eine Heimatnahe Bebauung möglich sei. Die Änderung zum Bebauungsplanung in Weihermühle erfolgte einstimmig.

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