11.09.2019 - 10:39 Uhr
Welluck bei AuerbachOberpfalz

Welluck feiert mit frischer Butter und Boaznhocker-Musik

Bauerntag ist traditionell am Montag auf der Gmoikirwa angesagt. Dabei wechselt auch der Kirwabaum den Besitzer.

von Autor SCKProfil

Mit dem Bauerntag ging die Gmoikirwa am Montag in die letzte Runde. Die örtlichen Landfrauen tischten Pellkartoffeln, frische Butter und viele andere Leckerbissen der ländlichen Küche auf. Schon am Morgen versammelten sie sich im Feuerwehrhaus, um mit dem Rahm, der frisch von der Molkerei kam, auszubuttern.

Insgesamt zwölf Eimer der Rohstoffs mit 40 Prozent Fettgehalt verarbeiteten sie. Für diesen Zweck brachte Karin Kugler wieder ihre Original-Buttermaschine der Miele-Werke in Gütersloh/Westfalen mit. Das gute Stück ist nach wie vor voll funktionsfähig, auch wenn es schon mit dem dritten Motor läuft. Sepp Schindler hat ihn eingebaut. So muss der Rahm nicht mehr, wie vor 1900, mit einer Handkurbel zu Butter gerührt.

Das fertige Produkt und die Buttermilch gab es dann am Abend zu Pellkartoffeln oder aufs Brot mit Schnittlauch, Obatzten, Salami, Käse oder Geräuchertem. Auf Brezen und Laugenstangen machte sich die Butter natürlich auch gut. Um in den Genuss der ländlich-kulinarischen Spezialitäten zu kommen, nahmen die Besucher des Landfrauentags sogar das Schlangestehen an Theke, Grill oder Würstelstand in Kauf.

Gute Stimmung herrschte am Abend bei der bodenständigen Volksmusik der Boaznhocker. Sie unterhielten ab 18.30 Uhr mit zünftiger Blasmusik, Volksliedgut oder auch mal mit einem deftigen Witz. Nicht nur manche Kirwapaare ließen sich animieren, einen Walzer, Dreher oder Zwiefachen zu tanzen.

Während einer Musikpause baute Andreas Waldmann die Tombola auf. Oberkirwamoidl Svenja war die Glücksfee und zog die Gewinnlose, die beim Kauf von Bier, Radler, Russen oder Goaßseidl ausgegeben worden waren. Die Besitzer der Glücksnummern wählten dann aus einem Krug eine von 18 Papierrollen. Das Bild darauf zeigte ihren Preis.

Konstantin Karl sahnte gleich drei Mal ab, unter anderem den Tretbulldog. Andreas Trenz gewann die Kaffeemaschine, und „der Schmieh“ Gerhard Waldmann freute sich über den Party-Kühlschrank. Auch die Kirwmoidla waren erfolgreich. Eva-Maria Schübel bekam fünf Liter Sägekettenöl und Marina Ehras einen Radiowecker. Den Kirwabaum aber ging an Sabrina Leipold.

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