Ein 27-jähriger Sattelzug-Fahrer war auf der A 93 in Richtung Regensburg unterwegs und musste aufgrund stockenden Verkehrs vor der Baustelle, die kurz nach dem Autobahnkreuz beginnt, seine Geschwindigkeit gleichmäßig reduzieren. Diese Situation erkannte der Fahrer eines nachfolgenden Kleintransporters zu spät.
Kurz bevor der 27-Jährige seinen Sattelzug bis zum Stillstand abbremste, näherte sich von hinten der 57-jährige Fahrer des Kleintransporters mit polnischer Zulassung, "der offensichtlich das Abbremsen des vor ihm befindlichen Verkehrs nicht rechtzeitig bemerkte und dementsprechend eine Vollbremsung zu spät einleitete", teilt die Autobahnpolizei Schwandorf mit.
Ein Ausweichen nach rechts auf den Pannenstreifen konnte die Kollision mit dem Fahrzeugheck des Sattelaufliegers nicht mehr verhindern. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Fahrzeugfront des Kleintransporters sehr stark eingedrückt: Der 57-jährige war in der Fahrerkabine eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite ihn mit hydraulischem Gerät. Doch erste Rettungsmaßnahmen von Verkehrsteilnehmern sowie der hinzugerufenen Rettungskräfte waren vergebens. Der Mann verstarb noch an der Unfallstelle.
Der Kleintransporter musste von einem Abschleppdienst geborgen werden. Der Sattelzug konnte seine Fahrt unter Polizeibegleitung bis zum nächsten Rastplatz fortsetzen. "Nebensächlich erscheint dabei der Sachschaden an den beiden Fahrzeugen in Höhe von gesamt 6500 Euro", heißt es in der Mitteilung der Polizei.
Zur Absicherung, Reinigung der Unfallstelle sowie zur Ausleitung des Verkehrs waren die Feuerwehren Pfreimd und Oberköblitz mit rund 40 Einsatzkräften unter Leitung von Kreisbrandrat Christian Demleitner im Einsatz. Nachdem beide beteiligten Fahrzeuge Gefahrgut transportierten, wurden die Spezialisten des Gefahrguttrupps der Polizei Oberpfalz hinzugezogen. "Sie konnten keine Austritte von Gefahrstoffen feststellen, so dass keine weiteren Maßnahmen hinsichtlich des Transportguts erforderlich wurden", berichtet die Autobahnpolizei Schwandorf, die den Unfall aufnahm.
Beide Fahrspuren in Richtung Süden waren bis 18.30 Uhr gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr über die Ein- und Ausfahrtsäste des Autobahnkreuzes aus. Die Verkehrsteilnehmer, die im Rückstau von der Unfallstelle bis zur Ausleitung warten mussten, bildeten laut Autobahnpolizei "vorbildlich eine Rettungsgasse für die Einsatzkräfte".













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