19.06.2019 - 18:16 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Dem Älterwerden Rechnung tragen

Die Aktionswoche „Zu Hause daheim“ des Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales rückt alternative Wohn- und Betreuungsformen für ein würdevolles Altern in den Mittelpunkt.

Schöne Erinnerungen reichen nicht für einen zufriedenstellenden Lebensabend. Für Senioren müssen auch geeignete Wohn- und Betreuungsangebote vorhanden sein.
von Richard BraunProfil

Die Marktgemeinde berief zu diesem Thema einen Runden Tisch ein. Angesichts steigender Zahlen der älter werdenden Generation machte sich Bürgermeister Konrad Kiener Gedanken, wohin die Marktgemeinde in den nächsten Jahren Steuern könnte. Nach offiziellen Hochrechnungen wird der Anteil der über 65-Jährigen bis 2034 um geschätzte 40 Prozent steigen, während der Anteil der unter 18-Jährigen rückläufig ist. Von Seiten der Staatsregierung wir die Einbindung der Kommunen in die Lösung dieser Aufgabe verstärkt angemahnt.

Bürgermeister Konrad Kiener baut in dieser Frage auf die Mitarbeit der in der Marktgemeinde etablierten Organisationen, welche die Seniorenarbeit bereits jetzt auf ihre Fahnen geschrieben haben. An dem eigens zu diesem Zweck einberufenen Runden Tisch beteiligten sich die Seniorenbeauftragte Anneliese Fiedler, die Organisatorin des Rentnertreffs, Annemarie Luley und für die "Junggebliebenen" der evangelischen Kirche Barbara Wilke.

Das Ziel dieses Kreises - der künftig noch wesentlich größer werden sollte - ist es, eine aktive, generationenfreundliche Gemeinde zu schaffen. Dabei gilt es, dass vorhandene Potenzial zu nutzen und auch bekannt zu machen. Dies wird als erster Schritt umgesetzt und das Ergebnis veröffentlicht. Den älteren Menschen soll die Möglichkeit erschlossen werden, selbstbestimmt und in Würde in der Gemeinschaft leben zu können. Ob in den eigenen vier Wänden mit ortsnahen Unterstützungsstrukturen oder in Seniorenhausgemeinschaften muss jeder für sich individuell entscheiden können.

Schon heute gibt es eine breite Palette an Alternativen, mit denen das Leben und Wohnen im Alter gelingen kann. Dazu zählen Betreutes Wohnen, Seniorengemeinschaften, Wohnen mit Hilfe oder bürgerschaftlich organisierte Nachbarschaftshilfe. Alle diese Modelle funktionieren nur, wenn die personellen und finanziellen Möglichkeiten gegeben sind. Dies wird eine Aufgabe werden, welche die Kommunen und die Gesellschaft gleichermaßen fordert.

Bürgermeister Kiener strebt eine Lösung an, an der sich viele beteiligen sollen. Der Runde Tisch wird auch künftig Bestand haben und alle Verbände und Organisationen zur Mitgestaltung anregen. Der erste, vielversprechende Schritt wurde getan.

Wie wollen wir im Alter leben? Darauf suchen (vorn rechts) Bürgermeister Konrad Kiener, Barbara Wilke, Anneliese Fiedler und Annemarie Luley Antworten.
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