15.05.2018 - 20:38 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Kostenloses Angebot in den Ferien Der Badebus fährt wieder

Immer wieder ein Thema: Der Badebus nach Perschen. Wenn das Wernberg-Köblitzer Hallenbad in den Sommermonaten geschlossen ist, bietet die Marktgemeinde für ihre Bürger - vornehmlich für Kinder - den kostenlosen Service an. Nur letztes Jahr war es nicht möglich. Es gibt zwei Haken.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Je nach Wetterlage fahren mal nur einige Kinder, mal 30 bis 40 mit. Der Markt finanzierte die Fahrten trotzdem - bis letztes Jahr. 2017 war die Beförderung in den ersten drei Augustwochen aufgrund der fehlenden Kapazitäten des Busunternehmens nicht möglich.

Nun stand im Marktrat das Thema erneut auf der Tagesordnung. Die Fakten: 2016 kostete der Badebus der Gemeinde 7699 Euro. Bei 37 Touren fuhren 368 Personen mit. Für heuer wurde wieder ein Angebot der Firma Kraus eingeholt: Der Badebus könnte bei entsprechender Witterung (außer am Wochenende und Feiertags) eingesetzt werden. Die Kosten betragen zwei Euro pro Kilometer plus Mehrwertsteuer. Allerdings gibt es einen Pferdefuß: In den ersten drei Augustwochen kann Kraus den Bus nur eingeschränkt anbieten. Es fährt nur ein Bus und die Ortschaft Neunaigen kann in dieser Zeit nicht angefahren werden. Verwaltungsleiter Stefan Falter nannte den Grund: Das Unternehmen hat in den Sommerferien nicht genügend Fahrer. In dieser Zeit ist kein Schulbusbetrieb, da können auch die Fahrer mal Urlaub machen. Wie eine Nachfrage der Verwaltung ergab, kann in dieser Zeit auch kein anderes Unternehmen den Auftrag erfüllen.

Marktrat Dieter Rosenberg war dafür, den Kindern das kostenlose Angebot zu machen. Die Eltern seien oft berufstätig, der Badebus die einzige Beförderungsmöglichkeit. Christian Liebl stellte die Frage in den Raum, ob eine Taxi-Alternative nicht billiger käme. Das Busangebot nicht ausschlagen, aber auch Alternativen erwägen, war der Vorschlag von Markträtin Maria Schlögl und Zweiten Bürgermeister Alexander Werner. Beim bisherigen Aufkommen kostet die Fahrt pro Kind 20 Euro, so Werner. Gerhard Bäumler verwies zudem auf die teils ungünstigen Abfahrtszeiten. Vitus Bauer gab zu bedenken, dass eine Taxi-Lösung einen Haken habe: Was tun, wenn an einem schönen Tag 30 Kinder ins Bad wollen? Wie soll das ein Taxiunternehmen planen? Thomas Weber plädierte dafür, vorerst den Badebus einzusetzen und noch mögliche Alternativen zu prüfen.

Bürgermeister Konrad Kiener fasste zusammen: Der Bus fährt nun in den Pfingstferien - mit der Option auf die Sommerferien. Im Juni kommt das Thema nach der Prüfung von eventuell möglichen Alternativen noch mal auf die Tagesordnung des Marktgemeinderates.

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