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24.08.2019 - 00:01 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Die Burg der neuen Lebensfreude

Immer mehr Berufstätige leiden unter Ausgebranntheit. Die neue Vincera-Klinik auf Burg Wernberg hilft Menschen bei psychosomatischen Problemen.

Behütende und beschützende Mauern für gebeutelte Seelen: Burg Wernberg.
von Alexander Rädle Kontakt Profil

Immer mehr Berufstätige leiden unter Ausgebranntheit. Die neue Vincera-Klinik auf Burg Wernberg hilft Menschen bei psychosomatischen Problemen.

Geschützt und behütet sein. Wo ließe sich dieser Wunsch besser erfüllen als auf einer Burg? Dicke Mauern halten die hektische, störende Welt draußen - und bieten Raum und Ruhe für Regeneration. Immer mehr Menschen wollen und brauchen das. Neue Kraft, neue Lebensfreude, neue Energie werden sie ab Oktober 2019 auf der Privatklinik Burg Wernberg finden.

Psychische Erkrankungen:

Jeder vierte Erwachsene in Deutschland erfüllt im Zeitraum innerhalb eines Jahres die Kriterien einer psychischen Erkrankung. Darunter fallen Angststörungen, Depressionen und Störungen durch Alkohol- oder Medikamentengebrauch. Für die knapp 18 Millionen Betroffenen und ihre Angehörigen ist eine psychische Erkrankung mit massivem Leid verbunden und führt oft zu schwerwiegenden Einschränkungen.

Ganzheitlicher Ansatz

Burg Wernberg als private psychosomatische Akutklinik verfolgt einen ganzheitlichen Therapie-, Service- und Präventionsansatz. Das altehrwürdige Gemäuer aus dem 13. Jahrhundert mit nur 30 Zimmern, die idyllische Lage inmitten der atemberaubenden Natur des Oberpfälzer Waldes bilden den äußeren Rahmen für individuelle Aufmerksamkeit und Fürsorge der medizinischen und therapeutischen Betreuung.

"Auf Burg Wernberg soll das Innehalten spontan und mühelos möglich sein", betont Chefarzt Alexander Taube. "Die Stille hinter meterdicken Mauern und eine ganz besondere, ,unerwartete' - weil über Jahrhunderte entstandene - Architektur überraschen und schaffen Distanz zu den eigenen alten Mustern und Erwartungen."

Keines der individuell, auf Hotel-Niveau eingerichteten Zimmer gleiche dem anderen. Allen Räumen gleich sei aber die große Behaglichkeit. "Die endlose, so massiv krankmachende Beschleunigung all unserer Lebensbereiche wird hier von selbst gedrosselt", verspricht Taube. Ihren Beitrag zur Genesung leistet auch die Küche - exquisite Kochkunst, für die eine erfahrene Mannschaft vornehmlich natürliche Zutaten aus der Region verwendet und die individuell abgestimmt ist auf Therapieform und Bewegung.

"Bei uns gibt es weder Convenience noch dreigeteilte Teller", stellen Geschäftsführer Berthold Müller und Kaufmännische Leiterin Stefanie Braun klar. "Wir verbinden hochwertige Medizin mit hochwertiger Versorgung", unterstreicht Müller. Zur hochwertigen Medizin gehören eine herausragende Unterkunft und Essen mit Charakter.

Mit alledem will Burg Wernberg eine Atmosphäre des Wohlfühlens schaffen, einen Ort, an dem Menschen wieder zu sich finden, wieder nachhaltig gesund werden. Um diese Nachhaltigkeit geht es Chefarzt Alexander Taube bei seinen therapeutischen Ansätzen: "Wir möchten den Menschen wieder in Kontakt bringen mit dem, was ihn im positivsten Sinn zum Menschen macht." Neben Gruppen- und Einzeltherapie nutzt Burg Wernberg kreative Gestaltung, Sport, Bewegungstherapie und die Kampfkunst.

Ausdauersport

Burg Wernberg liegt übrigens ideal für einen weiteren Therapieansatz, den Alexander Taube verfolgt: Ausdauersport. Dieser hat - wie nahezu jedes körperliche Training - direkte positive Effekte auf die Neuroproliferation und die neuronale Plastizität. Bei allen positiv wirkenden Aktivitäten gilt es aber auch, das Gegenteil zu entdecken. "Wir müssen das Nichtstun wieder lernen. Und das auch wieder schön finden", so Taube. Auch dafür ist Burg Wernberg erstklassig geeignet. (räd)

Ursachen statt Symptome: Chefarzt Alexander Taube will psychische Krankheiten ganzheitlich behandeln

Ärztlicher Direktor Alexander Taube.

Die Vincera-Klinik Burg Wernberg erprobt neue Wege in der Behandlung von Depression, Angst und Stress. Antworten auf die wichtigsten Fragen gibt Ärztlicher Direktor und Chefarzt Alexander Taube.

ONETZ: Warum will die Klinik Burg Wernberg neue Wege
beschreiten?

Chefarzt Alexander Taube: Bei immer mehr Menschen treten seelische Störungen auf. Aber auch die Rezidivquoten steigen, also das Wiedererkranken nach vorangegangener Behandlung. Ein kompetenter Untersucher fände bei einem Fünftel bis zu einem Viertel der deutschen Bevölkerung krankheitswertige seelische Störungen. Unnötig zu sagen, dass eine solche Zahl von Behandlungsbedürftigen die Kapazitäten unserer Versorgungssysteme bei weitem überschreitet.

ONETZ: Wie ist Ihr Ansatz?

Chefarzt Alexander Taube: Wir brauchen wieder stimmige Behandlungskonzepte. Was aber nicht heißt, dass in den Leitlinien der Psychiatrischen Fachgesellschaft „Falsches“ steht. Zwar werden biologische Erklärungsansätze verfolgt und erforscht, diese werden jedoch der Komplexität menschlichen Denkens und Fühlens bei weitem nicht gerecht. Soziologische Aspekte lassen sie in der Regel außen vor. Außerdem besteht aus meiner Sicht eine ethische Verpflichtung der Ärzteschaft, den krankheitsverursachenden Aspekten der gesellschaftlichen Entwicklung entgegen zu wirken.

ONETZ: Sie nehmen sich viel vor. Wie gehen Sie an diese Aufgabe heran?

Chefarzt Alexander Taube: Pilotprojekte, die neue Wege beschreiten, dabei vielleicht den Mut finden, auch eine geisteswissenschaftliche Haltung einzunehmen, Bewährtes kritisch würdigen, Neues – eingebettet in leitlinienkonforme Psychotherapiekonzepte – wagen und hierbei Ergebnisse normativ wissenschaftlich evaluieren lassen, könnten Ausgangspunkte für Multiplikationseffekte sein. Burg Wernberg geht mit einem solchen Anspruch ans Werk.

ONETZ: Warum haben die alten Wege nicht ans Ziel geführt?

Chefarzt Alexander Taube: Natürlich zeigen die etablierten und evaluierten Therapiekonzepte Wirkung. Vielfach aber mit erheblichen Nebenwirkungen. Ein verbreiteter Ansatz ist es, symptomatisch zu behandeln. Punktuell ist das legitim. In der Psychotherapie ist jedoch ein kausaler Behandlungsansatz auf lange Sicht sinnvoller. Soziologische und anthropologische Erkenntnisse fließen meines Erachtens bisher zu wenig ein.

ONETZ: Warum leiden immer mehr Menschen – gerade im Top-Management – an psychischen Erkrankungen?

Chefarzt Alexander Taube: Nach wie vor beugen materieller Wohlstand und hohes Bildungsniveau seelischen Erkrankungen eher vor. Aber auch bei dieser Gruppe greift, dass die „menschenfeindlichen“ gesellschaftlichen Entwicklungen ihren Tribut fordern. Der Wind ist eisig im Titanenland des Top-Managements.

ONETZ: Überfordern wir unsere Besten?

Chefarzt Alexander Taube: Wir überfordern uns alle! Wir überfordern unsere sozialen, ökonomischen und ökologischen Gefüge und unsere Resilienz pausenlos! Im Buddhismus gibt es eine Handlung als tägliche Geistesschulung, das „Innehalten“. Nichts fehlt der Welt so sehr wie das „Innehalten“!

Die Vincera Klinik Burg Wernberg bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Stellen.
Kontakt:

Vincera Klinik Burg Wernberg

Schlossberg 10

92533 Wernberg-Köblitz

Telefon +49 (0) 9604 939 0

Mail: S.Braun[at]vincera-kliniken[dot]de

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