19.02.2021 - 10:57 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Führungswechsel bei der BRK-Bereitschaft Wernberg-Köblitz

Der neu gewählte Bereitschaftsleiter Michael Sachs freut sich auf seine Aufgabe im Ehrenamt
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Karl-Heinz Dietl war 40 Jahre lang Bereitschaftsleiter - der langjährigste Bereitschaftsleiter in Bayern. Unter seiner Leitung wurde viel geschafft. Die Bereitschaft verfügt über ein Vereinsheim, einen Krankentransportwagen und seit kurzem wieder - dank der Spendenbereitschaft der Bevölkerung - über einen perfekt ausgestatteten Einsatzwagen der Helfer vor Ort (wir berichteten).

Der 43-jährige neue Bereitschaftsleiter Michael Sachs war sieben Jahre hauptamtlich im Rettungsdienst an der BRK Rettungswache in Nabburg. Seit 2012 ist er Disponent der integrierten Rettungsleitstelle Amberg (Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung) und somit bestens qualifiziert. Er trat schon mit neun Jahren ins Jugendrotkreuz in Pfreimd ein und mit 13 Jahren in die Pfreimder BRK Bereitschaft. Dort war er acht Jahre taktischer Leiter. Sachs war sieben Jahre aktiv in der Motorradstreife des BRK und wechselte 2012 zur BRK-Bereitschaft Wernberg-Köblitz. Im familiären Umfeld passt natürlich gut, dass auch seine Ehefrau Christina Rettungssanitäterin ist und sie aus der im BRK sehr engagierten Familie Brenner stammt.

Der neue Bereitschaftsleiter freut sich auf die kommende Zeit und die neue Herausforderung: "Ich habe viele Pläne, die ich mit meinem motivierten jungen Führungsteam umsetzen möchte. Es bringt frischen Wind und tolle Ideen mit, ergänzt von den weiterhin aktiven routinierten Mitgliedern der Bereitschaft mit ihrem großen Erfahrungsschatz. Wir wollen wieder mehr Leute fürs Ehrenamt motivieren und nach Corona mit Veranstaltungen und Fortbildungen sehr präsent in der Bevölkerung sein."

Das neue Führungsteam: Michael Sachs (Bereitschaftsleiter), Fabian Lang (stellvertretender Bereitschaftsleiter), Hannes Brenner (taktischer Leiter), Roland Krös (Kasse), Hermine Kohmann (Schriftführerin), Dr. Hans-Jürgen Loelgen und Dr. Franz-Josef Putz (Bereitschaftsärzte).

Der scheidende langjährige Bereitschaftsleiter Karl-Heinz Dietl blickt gerne auf seine aktive Zeit zurück, die nur wenige Jahre aus beruflichen Gründen unterbrochen war. "Ich habe das Ehrenamt immer gerne ausgeübt, um anderen zu helfen, aber auch wegen der Kameradschaft untereinander. Es war nicht immer einfach, über diese lange Zeit die Bereitschaft zusammenzuhalten", berichtet er. Bereits 1968 war er das erste Mal Kolonnenführer. Seit fast 30 Jahren leert er wöchentlich zusammen mit seiner Ehefrau die Altkleider-Container, was der Vereinskasse gut getan hat.

Dietl kann auf viele überregionale Einsätze zurückschauen. So war er 1989 nach einem verheerenden Erdbeben in Armenien zum Wiederaufbau und 1993 mit Dr. Zieglers Hilfskonvoi in der Ukraine. Zwischen 1989 und 2002 war er insgesamt 93 Mal als Betreuer von ehemaligen Gastarbeitern im früheren jugoslawischen Staatsgebiet in Städten wie Belgrad, Zagreb, Mostar, Split oder Lubljana eingesetzt. Weitere Einsätze waren 1989 die Registrierung von DDR-Übersiedlern in Passau, die aus Ungarn kamen. Beim Hochwasser in Dresden 2002 half er bei der Rettung und Unterbringung von Betroffenen in Behelfsquartieren.

Er ist stolz darauf, 2004 für seine Leistungen das goldene Ehrenzeichen der Bereitschaften erhalten zu haben, überreicht von Prinzessin Christa von Thurn und Taxis, der damaligen Präsidentin des Roten Kreuzes.

Der scheidende Bereitschaftsleiter Karl-Heinz Dietl, der das Ehrenamt nun 40 Jahre ausgeübt hatte
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