Wernberg-Köblitz
22.11.2018 - 17:17 Uhr

Für neue Betriebsansiedlungen

Das Industriegebiet West an der Schnittstelle von A 6 und A 93 wächst weiter. Für neue Betriebsansiedlungen wird es erweitert. Dazu entsteht eine neue Stichstraße. Die Vergrößerung hat auch den Ausbau des Regenrückhaltebeckens zur Folge.

Im Industriegebiet West sprießen die Betriebe nur so aus dem Boden. Weitere Neuansiedelungen folgen. Deshalb wird der Markt ab der Bürgermeister-Birkmüller-Straße eine neue Stichstraße bauen, die vorerst mit einem Wendehammer endet. Bild: Köppl
Im Industriegebiet West sprießen die Betriebe nur so aus dem Boden. Weitere Neuansiedelungen folgen. Deshalb wird der Markt ab der Bürgermeister-Birkmüller-Straße eine neue Stichstraße bauen, die vorerst mit einem Wendehammer endet.

Für die Erschließung des Industriegebiets West II, Bauabschnitt drei, hat der Marktgemeinderat heuer im April das Ingenieurbüro Seuß mit den Planungsleistungen beauftragt. Die Erschließungsmaßnahme soll im Januar 2019 ausgeschrieben werden und im Oktober 2019 fertiggestellt sein.

Neue Wasserleitung

In der Marktratssitzung stellte Claudia Scharnagl die Planungen für Straßenbau, Schmutzwasser, Regenwasser und Wasserleitung vor. Demnach muss die 143 Meter lange Stichstraße aufgrund der benötigten Radien beim Anschluss der Bürgermeister-Birkmüller-Straße etwas vom Grundstück der Firma Wiegel abrücken. Die Straße weist eine Breite von 7,50 Meter auf. Nachdem bisher aufgrund der Grundstücksverkäufe noch nicht bekannt ist, ob im Süden ein Ringschluss erforderlich wird, wird der Wendehammer zunächst nur geschottert.

Die Oberflächenentwässerung erfolgt in das Regenrückhaltebecken Ost. Bei den nächsten Erweiterungen muss diese in das Regenrückhaltebecken West erfolgen. Dies hat einen Ausbau dieses Beckens zur Folge. Die Ausbaukosten liegen nach aktuellen Ausschreibungspreisen bei 740 000 Euro. In diesem Zusammenhang kam die problematische Lkw-Parksituation zur Sprache. Bürgermeister Konrad Kiener ist der Meinung, dass man sich für die Zukunft Gedanken machen muss, ob eventuell eine Beschilderung anzubringen und das Industriegebiet von der Verkehrsüberwachung zu kontrollieren ist.

Gegen Paintball-Anlage

Die Wasserleitungserneuerungen Alletshof-Kötschdorf sowie Deindorf-Woppenhof waren weitere Themen der Marktratssitzung. Beide Maßnahmen sollen 2019 umgesetzt werden. Bernhard Kaltenecker vom beauftragten Ingenieurbüro Zwick aus Weiden stellte die Planungen vor. Er bezifferte die Baukosten für die Leitung Alletshof-Kötschdorf mit 208 000 Euro netto und für die Leitung Woppenhof-Deindorf mit 108 000 Euro jeweils ohne Baunebenkosten. Verlegt wird eine Leitung DN 150, um Druckverluste zu minimieren und um die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Die Planungen wurden gebilligt. Ebenfalls mit den Stimmen aller anwesenden Markträte wurde der Antrag zur Errichtung einer Lager- und Produktionshalle in der Bahnhofstraße 88 genehmigt. Die notwendigen Befreiungen wurden erteilt und der erforderlichen Abstandsflächenübernahme zugestimmt. Für die Errichtung einer Paintball-Anlage in der Gemarkung Losau konnte sich der Marktrat nicht erwärmen. Das Grundstück ist im Flächennutzungsplan als Fläche für Wald dargestellt, zusätzlich liegt es im Landschaftsschutzgebiet "Oberpfälzer Wald".

Um die Erschließung zu sichern, müsste eine Vereinbarung mit dem Eigentümer/Betreiber geschlossen werden. Insbesondere müsste die Zufahrt über den gemeindlichen nicht ausgebauten Weg geregelt werden (Winterdienst, Anfahrt Rettungskräfte bei Notfällen, Straßenunterhalt, Ausbau des Weges). Rund um das Grundstück würde ein Fangnetz aufgestellt, um zu gewährleisten, dass die Farbkugeln das Areal nicht verlassen. Zusätzlich würde der Antragsteller mobile Toiletten mit Wassertank, Kassenhäuschen und Stellplätze errichten.

Als eine von mehreren naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen für die Ausweisung des Industriegebietes West II wurde die Schaffung von Geländemulden ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt das wirtschaftlichste Angebot der Firma Stefan Hirsch, Hirschau mit einem Angebotspreis von 86 919 Euro.

Arbeiten im Paket vergeben:

Die Ausführung regelmäßig wiederkehrender Arbeiten wie Rohrgrabenarbeiten für Reparaturen und Neuverlegungen aller Art am Wasserleitungsnetz, Kanalbauarbeiten einschließlich der Rohrverlegung für Reparaturen und Neuverlegung aller Arten am Kanalrohrnetz, Straßenreparaturen, kleinere Straßenbaumaßnahmen, Pflasterarbeiten sowie die Herstellung von Kabelgräben wurden wie in den vergangenen Jahren ausgeschrieben. Die Firma Hermann Paul, Weiden hat mit einer Angebotssumme von 166 987 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben und erhält somit den Zuschlag. Die Abrechnung erfolgt nach den tatsächlich erbrachten Leistungen.

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