06.12.2019 - 20:28 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Jagdhorn verbindet Generationen

Auf Maximilian Biller ist die ganze Familie stolz. Obwohl er erst zwölf Jahre alt ist, spielt er bereits Jagdhorn in der Kreisgruppe Nabburg - so wie sein Vater und sein Opa auch.

Opa Albert Biller ist mächtig stolz, dass Enkel Maximilian die Tradition des Jagdhornblasens fortführt.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Wer das Haus der Familie Biller betritt, stellt mit ein paar Blicken fest: Hier lebt eine jagdbegeisterte Familie. Auf einem Regal ist ein ausgestopfter Dachs drapiert. An den Wänden hängen etliche Geweihe - von Gänsen, Rothirschen, Rehböcken. Die Tischdecke, Kissenbezüge und andere Dekorationen weisen ebenfalls auf die Leidenschaft hin.

Stolz auf den Enkel

Das kommt nicht ungefähr. Die Familie Biller geht bereits seit Generationen auf die Jagd. Schon Albert Billers Großvater war Jäger. Kein Wunder, dass der 72-Jährige gerade mächtig stolz ist, dass Enkel Maximilian (13) diese Tradition bereits in seinen jungen Jahren fortführt.

Maximilian Biller fing vor einem Jahr an, das Instrument zu lernen. "Ich hätte nicht gedacht, dass er das durchzieht und dass es nur ein Spleen ist", sagt Mama Bettina (45),. Sie spielte selbst 15 Jahre lang bei der Kreisgruppe Nabburg Jagdhorn, legt aber aktuell eine Pause ein.

Aller Anfang ist schwer

Dass Sohn Maximilian nun mit 13 Jahren auch schon bei der Kreisgruppe Nabburg aktiv ist, macht die 45-Jährige stolz. Opa Albert ist Gründungsmitglied selbiger und bereits seit 1964 dabei. Und die Neueinsteiger sind in der Regel um etliches älter als Maximilian. Zwei Jagdhornbläser, 35 und 67 Jahre alt, haben vor kurzem erst angefangen. Der Zweitjüngste der Gruppe ist Mitte 20. Der 13-jährige Schüler fühlt sich unter all den älteren Musikern - um im Jägerjargon zu bleiben - sauwohl. "Am Anfang war es schon sehr schwer", gesteht Maximilian. Tatsächlich ist es so: Bei den meisten, die zum ersten Mal in ein Jagdhorn blasen, kommt kein Ton heraus. Maximilian war mittlerweile aber schon bei zwei Auftritten dabei - einmal in Luhe-Wildenau und einmal in Wernberg-Köblitz bei der Hubertusmesse. Sogar ein Referat hat der 13-Jährige schon in der Schule gehalten.

In der Natur unterwegs

Sein Interesse ist recht schnell begründet. Papa Thomas (44) und Opa Albert sind Jäger und spielen Jagdhorn. Die Billers haben das Jagdrevier Oberköblitz II in Pacht. Maximilian ist mit seinem Vater oft in der Natur unterwegs. Beim Jagen geht es dabei nicht nur um das Erlegen von Tieren, es gilt auch zum Beispiel Hochsitze zu bauen oder instand zu setzen. Und eben das Jagdhornspielen. Ob nun das Signal "Sau tot" oder der "Hubertus-Marsch" aus dem Instrument klingt - dem 13-jährigen Maximilian gefällt's.

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