04.03.2020 - 14:26 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Kulturelle Komponente der Oberpfalz

Der Oberpfälzer Volksliedkreis (OVK) trifft sich zu Ehrungen und einer Ergänzungswahl. Stubenmusik, Gesang und Mundartgeschichten begleiten den Ablauf der Jahreshauptversammlung.

Der Mundartautor Andreas Ebnet ließ mit selbst verfassten Beiträgen aus seinem Buch bei den Anwesenden aufhorchen (oder auch anders?)
von Josef NiederaltProfil
Die Geehrten Anton Bauer, Hedwig Bauer und Berta Meixner zeigt unser Foto zusammen mit dem Vorsitzenden Leonhard Bayerl.

Der OVK-Vorsitzende Leonhard Bayerl freute sich über 34 Musikanten, Sänger, Tänzer und Mundartinterpreten, die aus den Bereichen von Cham, Neustadt/WN, Tirschenreuth, Schwandorf und Weiden angereist waren. Ein Gedenken galt den Verstorbenen Alois Gillitzer, Hans Eger und Reinhard Welnhofer.

Bayerl gab in seinem Bericht die große Zahl der Veranstaltungen oder Mitwirkungen des vergangenen Jahres mit 73 kirchlichen Einsätzen (Gottesdienste, Hochzeiten, Beerdigungen), 61 Maiandachten, Marienlob, Passionssingen, 68 Advent- und Weihnachtssingen, 70 gesellschaftliche Veranstaltungen wie Musikantenstammtisch, Wirtshaussingen, somit insgesamt 272 Einsätzen bekannt. Dazu kamen 12 Auftritte der Volkstanzgruppe Schönsee und 10 von Kleinwinklarn. Hierfür sprach er den Aktiven ein großes Lob aus. 16 Jubilaren des 110 Mitglieder zählenden Vereins durfte der Vorsitzende zum Geburtstag gratulieren. In Oberviechtach und in Tännesberg fanden Gedenkgottesdienste mit der Deutschen Bauernmesse statt.

Das Verlesen der Vorjahresniederschrift sowie der Kassen- und Prüfungsbericht ging beanstandungsfrei über die Bühne. Hier zeigte sich, dass der Verein für gemeinnützige Zwecke Spenden in Höhe von 1580 Euro geleistet hatte.

Ein wesentlicher Punkt war die Ehrung von langjährigen Mitgliedern. Dies waren Anton Bauer (Tirschenreuth), Hedwig Bauer (Tirschenreuth) und Berta Meixner (Neunburg vorm Wald), die alle für ihre 30-jährige Treue zum Verein mit Urkunde und einem Präsent bedacht wurden.

Der Vorsitzende teilte den Anwesenden mit, dass die Schriftführerin aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt nicht mehr ausführen kann. Bei der Neuwahl erklärte sich Josef Niederalt aus Oberviechtach bereit, das Amt zu übernehmen, wofür es einhellige und erleichternde Zustimmung gab.

"Mit Freude darf ich Euch verkünden" sagte Bayerl, "dass wir ab heute in Anton Reiger einen Akkordeonmusiker als neues Mitglied unter uns haben" und beglückwünschte diesen zu seinem Schritt.

Termine und Planungen standen im Weiteren im Mittelpunkt der Ausführungen. In der vereinseigenen Homepage - die sich derzeit in einer Aktualisierungsphase befindet - werden sämtliche Veranstaltungstermine für jeden ersichtlich eingestellt.

Die in den Ablauf eingebundenen Darbietungen der Wernberger Stubenmusi, der Geschwister Winterer und des Mundartautors Andreas Ebnet waren gleichzeitig Ausdruck der volksmusikalisch-kulturellen Komponente des Verbandes, der am 23. Januar 1955 in Fronberg bei Schwandorf durch Otto Peisl seine Wurzel hatte.

Bevor das obligatorische Schlusslied die Versammlung beendete entspann sich eine Diskussion: einmal zum Thema "Verwendung der Einnahmen bei Veranstaltungen", ferner zum Thema "Ehrenmitgliedschaften".

 

 

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