13.09.2021 - 14:19 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Kurzporträt Marianne Schieder: Vom Glaubendorfer Jugendheim zum Reichstag in Berlin

Elf Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um das Direktmandat im Wahlkreis Schwandorf - eine der bekanntesten ist Marianne Schieder aus Wernberg-Köblitz. Kein Wunder: die 59-Jährige sitzt bereits seit 16 Jahren im Bundestag.

Marianne Schieder organisiert nicht nur das Kinderzeltlager in Voithenberg mit, sie ist dort auch als Schafkopf-Lehrerin im Einsatz.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Marianne Schieder ist bereits eine "alte Häsin" im Bundestag. Seit 2005 gehört sie dem Parlament an. Nicht als direkt gewählte Abgeordnete, sondern als eine, die die bayerische SPD über ihre Landesliste nach Berlin schickt. So - davon geht sie fest aus - soll es auch nach der Wahl am 26. September wieder sein. Bei den aktuellen Umfragewerten und ihrem Listenplatz 12 sieht es gut für sie aus. Viele Menschen kennen Marianne Schieder als resolute und schlagfertige Bauernstochter aus Schwarzberg in der Marktgemeinde Wernberg-Köblitz und als engagierte Funktionärin der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB). "Die Landjugend hat mich zur Politik gebracht", erzählt sie. Die KLJB und das Dorfleben, das war Schieders Leidenschaft in den 1970er-Jahren. "Einmal ging es darum, dass wir in Glaubendorf einen neuen Jugendraum haben wollten, da hat mich der damalige Bürgermeister bei einer Bürgerversammlung ziemlich abgekanzelt." Eines der Schlüsselereignisse für das politische Engagement. Später kam der Widerstand gegen die in Wackersdorf geplante Wiederaufarbeitungsanlage dazu. SPD-Landrat Hans Schuierer war für die junge Frau ein Vorbild. 1990 kandidierte sie für den Marktrat, wurde immerhin erste Nachrückerin. 1994 gelang ihr dann schon der Einzug in den Landtag. Die KLJB hat sie die ganze Zeit über nicht losgelassen - bis heute. "Gerade bin ich noch mit den Nacharbeiten für das Kinderzeltlager Voithenberg beschäftigt", erzählt sie. Das Zeltlager bei Furth im Wald und den Kontakt zu den 300 teilnehmenden Kindern und Familien lässt sich die Bundestagsabgeordnete nicht nehmen. Zu Beginn der Sommerferien war Schieder eine Woche lang bei den Aufbauarbeiten dabei, die letzte der drei Zeltlager-Wochen hat sie dann geleitet. "Heuer hatte ich sogar besser Zeit, weil die ganzen Zeltfeste im Sommer wegen Corona ausgefallen sind", sagt sie. Es sei wieder ein Haufen Arbeit gewesen das Lager zu organisieren, aber es habe sich gelohnt. "Die Kinder haben das gebraucht" - Marianne Schieder wahrscheinlich auch. Jetzt freut sie sich auf den Wahlkampf-Endspurt. "Weil es diesmal wirklich gut aussieht für die SPD", selbst wenn sie das Direktmandat nicht holt.

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Schwandorf
Info:

Zur Person: Marianne Schieder

  • Geboren am 23. Mai 1962 in Schwarzberg bei Wernberg-Köblitz, älteste von fünf Töchtern.
  • Wohnt im Unsicker-Haus in Wernberg-Köblitz.
  • Nach 2. juristischem Staatsexamen Landesgeschäftsführerin der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bayern.
  • 1990 Eintritt in die SPD, Kandidatur für den Marktrat Wernberg-Köblitz. Seit 1996 Mitglied des Marktrats.
  • 1994 bis 2005 Abgeordnete im bayerischen Landtag.
  • 2005 bis jetzt Bundestagsabgeordnete.

 

 

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