06.12.2019 - 15:56 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Mehr Effizienz im Milchbetrieb

Der Micherzeugertag setzt sich in diesem Jahr mit den Konsequenzen der Trockenheit auseinander. Außerdem werden Wege aufgezeigt, wie die Landwirte wieder ein auskömmliches Einkommen erzielen können.

Herbert Wendl vom AELF Schwandorf zeigte Wege der staatlichen Förderung von Milcherzeugerbetrieben auf. Dabei fand er aufmerksame Zuhörer.
von Richard BraunProfil

Rund 20 Teilnehmer beteiligten sich am diesjährigen Milcherzeugertag des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Cham im Gasthaus Burkhard. Die seit Jahren rückläufige Anzahl der Teilnehmer sei ein weiterer Beleg für den Rückgang der Milchbetriebe, war beim Milcherzeugertag zu hören.

Für viele Bauern sei die Rentabilität der Höfe nicht mehr gegeben. Die letzte Konsequenz sei die Aufgabe des Betriebes. Das AELF sucht nach Wegen, wie trotz widriger Umstände ein ausreichendes Einkommen erzielt werden kann. Die Trockenheit der zurückliegenden zwei Jahre hatte massive Auswirkungen auf die Qualität und den Ertrag des Futters.

Große Unterschiede

Dabei waren die regionalen Unterschiede sehr groß. Der erste Grasschnitt war noch durchschnittlich, der zweite von minderer Qualität und der dritte fiel ganz aus. Erst im vierten Schnitt wurde es wieder etwas besser. Eher durchschnittlich fiel die Bewertung der diesjährige Maissilage aus. Die Futterexperten empfahlen den Bauern ein Durchsilieren von mindestens sechs bis acht Wochen.

Ein weiteres Thema der Tagung war die Kombinationshaltung der Kühe. Dabei sollen Milchkühe an mindestens 120 Tagen im Jahr die Möglichkeit zur freien Bewegung haben, entweder auf der Weide, im Laufstall oder in einer Laufbucht. Die Umstellung von der Anbindehaltung zur Laufstall- oder Kombinationshaltung wird von staatlicher Seite gefördert. Das AELF ist ebenfalls bei der Umstellung beratend zur Stelle.

Um in der Milcherzeugung ein auskömmliches Einkommen zu erzielen, sieht Robert Rösel vom "Fachzentrum Diversifizierung und Strukturentwicklung LandSchafftEnergie" in Neumarkt nur den Weg der Einsparung und Effizienzsteigerung beim Strom- und Kraftstoffverbrauch. Milcherlöse und Fleischverkauf böten dagegen keinen Spielraum.

Energieverbrauch erfassen

Um ein Optimum an Einsparung zu erreichen, stehe an erster Stelle ein Energiecheck. Dabei wird der einzelbetriebliche Energieverbrauch erfasst und mit Vergleichswerten in Verbindung gebracht. Als Mann der Praxis gab Gerhard Stierhof von der "Stierhof E-Technik" wichtige Tipps zur Senkung nutzloser Kosten. Ein effizienter Energieeinsatz im Hinblick auf ständig steigende Energiepreise leiste einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit eines landwirtschaftlichen Betriebes. Kostensenkung und Ressourcenschonung könnten in vielen Teilen kombiniert werden, betonte der Referent abschließend.

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