22.11.2019 - 14:34 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

„Missionskreuz“ in guten Händen

Im Mittelpunkt der öffentlichen Marktratssitzung in Wernberg-Köblitz stehen die Ortskernsanierung und die Instandsetzung des sogenannten „Missionskreuzes“ auf dem Wernberger Friedhof.

Das "Missionskreuz" auf dem Wernberger Friedhof ist sanierungsbedürftig.
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Die weitere Nutzung und Gestaltung des erworbenen ehemaligen Schöner-Grundstücks sollte in einem sogenannten städtebaulichen Wettbewerb festgelegt werden. Derzeit werden die Kosten für diesen Wettbewerb von der Städtebauförderung im Programm "innen und außen" mit 80 Prozent gefördert. Für die Auslobung, den Wettbewerbs und die Preisgelder werden rund 200 000 Euro fällig. Der Marktrat stimmte dem zu.

Zur Förderung anmelden

Für die kommenden Jahre werden folgende Maßnahmen der Ortskernsanierung Wernberg zur Aufnahme in das Städtebauförderprogramm gemeldet: städtebaulicher Wettbewerb zur Nutzung es ehemaligen Schöner-Grundstücks, Sportplatzstraße nördlich der Schilterbachbrücke mit Schilterbachbrücke, Fußweg entlang des Schilterbaches und Parkplätze nördlich des Jugendheims, Platzbereich Einmündung Kellerweg und Schloßbergweg in die Regensburgerstraße sowie Jahnstraße und Schulstraße. Die übrigen Maßnahmen der Machbarkeitsstudie werden auf die nächsten Jahre verschoben.

Von den 5000 Euro im Haushalt vorgesehenen Ausgaben für Ferienprogramm und Jugendförderung werden 4492 Euro freigegeben.

Auf großes Interesse im Rat stieß die Instandsetzung des "Missionskreuzes" auf dem Friedhof Wernberg. Über die Notwendigkeit wurde schon 2017 informiert. Für eine professionelle Sanierung lag damals das günstigste Angebot bei 30000 Euro. Von der Verwaltung wurden nun die beiden OWV-Mitglieder Erwin Hartinger und Albert Wildenauer angesprochen. Sie hatten zuletzt schon unter anderem das "Rote Marterl", das Brenkengrab, den Arnikabrunnen und die Wildgeläufe am Wanderweg um die Burg ehrenamtlich saniert.

Hartinger und Wildenauer erklärten sich bereit, die Instandsetzung zu übernehmen, so dass nur Materialkosten und geringe Fremdleistungen anfallen würden. Das Holzkreuz solle an der Rückseite mit einer Stahlplatte gesichert werden, Risse müssten verspachtelt und das Kreuz insgesamt gestrichen werden. Zum Schutz vor Witterungseinflüssen wäre ein Kupferdach vorgesehen.

Diese Vorschläge fanden im Gremium große Zustimmung und lobende Anerkennung für die ehrenamtlichen Sanierer Hartinger und Wildenauer.

Wesentlich günstiger

Die Kosten werden vom Markt getragen. Überschlägiger Ansatz: 5000 Euro. Im Übrigen wurde angemerkt, dass der Name "Missionskreuz" eigentlich nicht korrekt sei. Es wurde 1932 aufgestellt und mit Namen von Gefallenen des Ersten Weltkriegs versehen. Es sei also ein Vorläufer des Kriegerdenkmals und einfach ein Friedhofskreuz.

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